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Das Vorbild „Beethoven“ haben viele vor Augen

Beethoven, Schubert, Schumann: Brentano String Quartet debütiert in Essen

Das Vorbild „Beethoven“ haben viele vor Augen – so auch das Brentano String Quartet, das sich seinen Namen in Anlehnung an Antonie Brentano gab, der Beethoven seine berühmten „Briefe an die unsterbliche Geliebte“ gewidmet hat. Zu seinem Philharmonie-Debüt am Freitag, 12. März 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal hat das Ensemble des Meisters vorletztes Streichquartett, das Opus 131, im Gepäck.

Und auch Franz Schubert verehrte seinen Komponistenkollegen sehr. So sehr, dass in dem Übervater einer der möglichen Gründe gesehen wird, warum Schubert jahrelang kein weiteres Streichquartett schrieb, nachdem er 1816 die Beethoven-Quartette opp. 59, 74 und 95 kennengelernt hatte.

Ab 1818 quälte er sich ganze fünf Jahre mit dem Versuch, eine individuelle Instrumentalsprache zu finden – die er, wie wir heute feststellen können, gefunden hat. Zunächst allerdings schlug sich diese Suche in einer Reihe von Werken nieder, die zwar begonnen, aber nicht vollendet wurden.

Dazu zählt auch der ursprünglich als viersätziges Streichquartett geplante Quartettsatz c-Moll, D 703, das der Musikhistoriker Wilhelm Altmann als „eines der wertvollsten Stücke in der ganzen Quartettliteratur“ bezeichnete Robert Schumann, dessen Streichquartett op. 41 Nr. 2 als dritter Programmpunkt erklingt, schrieb dieses Werk im sogenannten „Kammermusikjahr“ seines Schaffens 1842.

Das in Amerika beheimatete Brentano String Quartet hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1992 durch seine technische Brillanz, Musikalität und stilistische Eleganz in der internationalen Kammermusikszene einen Namen gemacht.

Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählten etwa Konzerte in der Carnegie Hall, der Alice Tully Hall und im Lincoln Center in New York. Der Londoner Wigmore Hall, dem Mekka international renommierter Kammermusiker, sind sie seit ihrem fulminanten Debüt-Konzert 1997 und ihrer dortigen Residency im Jahr 2000 eng verbunden.

Konzert des renommierten Ensembles am Freitag, 12. März 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal

Karten (Preise (€): 35,-/20,- zzgl. Vorverkaufsgebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0201/8122-200, Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de. 

Anke Meis
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