1. Teil
Schweizer Erstaufführung
before the tempest… after the storm
Cathy Marston kreierte „before the tempest … after the storm“ 2004 als Auftragswerk für das Royal Opera House in London. Es ist ein getanztes Diptychon, das als poetische Ergänzung zu Shakespeares „Sturm“ die Spuren von Caliban und Ariel verfolgt. W.H. Auden hingegen hat mit „The Sea and the Mirror“ eine Coda zum „Sturm“ geschrieben, in der er die Figuren in der Zeit nach dem Ende des „Sturms“ Selbstgespräche führen lässt. „before the tempest…after the storm“ lässt Auszüge aus diesen beiden Werken in die eigens für diese Choreographie geschriebene Musik einfliessen.
Choreographie: Cathy Marston
Musik: Jules Maxwell
Bühne, Kostüme: Jon Bausor
Lichtdesign: Simon Bennison
2. Teil
Uraufführung
Choreographie: Guilherme Botelho
Bühne: Stefanie Liniger, Guilherme Botelho
Kostüme: Julia Hansen
Lichtdesign: Pascal Burgat
Auch für das neue Stück von Guilherme Botelho gilt als Vorgabe das übergreifende Thema "Sturm". Doch von dem in Genf lebenden brasilianischen Choreographen ist eine völlig andere Herangehensweise zu erwarten, sowohl inhaltlich, als auch, was die Tanzsprache anbelangt. Es ist ein glücklicher Zufall, dass es Cathy Marston gelungen war, Botelho für den zweiten Teil des Abends zu verpflichten.
Immerhin ist er frisch gekürter Preisträger des mit 30.000,- Franken dotierten Schweizer Tanz- und Choreographiepreises 2008; im Rahmen des neuen „Tanz IN. Bern“-Festivals erhielt er im Oktober 2008 die Auszeichnung für sein Gesamtwerk. Dazu kommt, dass Botelhos bisherige Produktionen bisher immer für die Tänzer seiner eigenen Compagnie Alias entstanden. Es wird also spannend sein zu beobachten, inwieweit anders trainierte und geprägte Tänzer einen Einfluss auf seinen choreographischen Stil haben.
In der Umsetzung des Themas Sturm ist er völlig frei; es ist ihm überlassen, ob er sich bei seiner neuen Kreation, die zur Zeit noch keinen Titel hat, streng an der inhaltlichen Vorlage bewegt oder sich nur assoziativ vom Stück inspirieren lässt. Wer seine bisherigen Arbeiten kennt, wird ohnehin neugierig sein!
Aufführung im Stadtheater Bern vom 21.1. bis 10.3.2009, Infos unter: www.stadttheaterbern.ch

