Eine vorösterliche Zeit ohne die „Matthäuspassion“ von Johann Sebastian Bach? Für viele Musikliebhaber ist das einfach undenkbar. Ob der imposante Eingangschor „Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen“, die wunderbare Alt-Arie „Erbarme dich“ oder der bewegende Schlusschor „Wir setzen uns mit Tränen nieder“ – wen berühren diese Klänge nicht?
Auf die Frage, ob die „Matthäuspassion“ das größte Werk der Musikgeschichte sei, antwortete einst der berühmte Cellist Pablo Casals: „Ja, da stimme ich Ihnen tausendmal zu.“
Zu den prominenten Bach-Verehrern gehört Philippe Herreweghe. Aber mehr noch gilt der aus dem belgischen Gent stammende Musiker als einer der zurzeit bedeutendsten Bach-Dirigenten weltweit. Mit seinem 1970 gegründeten Chor- und Orchesterensemble „Collegium Vocale Gent“ zählt er zu den führenden Interpreten, die sich einer historischen Aufführungspraxis alter Musik zuwenden.
„Da Bach so ein Gigant ist, wachse ich an jeder guten Aufführung eines seiner Werke“, betonte der 62Jährige einmal in einem Interview mit dem Klassik-Magazin „Fono Forum“. Sollte nach der letzten Einspielung der „Matthäuspassion“ vor rund elf Jahren also noch einmal eine Steigerung möglich sein?
Damals wurde die einzigartige Aufnahme immerhin mit einem der renommierten Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Die Begründung: Herreweghe sei damit „eine exemplarische Interpretation des Werkes“ gelungen.
Das Konzert am Freitag, 26. März 2010 um 19 Uhr im Alfried Krupp Saal wird es zeigen – als Gesangssolisten sind Dorothee Mields und Hana Blazíková (Sopran), Damien Guillon und Robin Blaze (Altus), Colin Balzer und Hans Jörg Mammel (Tenor). Matthew Brook (Bass), Christoph Prégardien (Evangelist) und Simon Kirkbride (Christus) zu erleben.
Konzert mit herausragenden Gesangssolisten am Fr., 26. März 2010 um 19 Uhr im Alfried Krupp Saal
Gefördert von der Kulturstiftung Essen.
Karten (Preise (€): 65,-/60,-/48,-/35,-/30,-/15,-zzgl. VVK-Gebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0201/8122-200, Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
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