Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

1. halbjahr 2016

Ausstellungskalender Bremen: Von Rembrandt bis Turrell - von Thomas Hirschhorn bis zum Filmkunstwerk

Der 1961 unter Regie von Alain Resnais gedrehte Film „L’Année dernière à Marienbad“ (Letztes Jahr in Marienbad) hat Geschichte geschrieben: Radikal wie kein Film zuvor brach Resnais' filmische Übertragung des avantgardistischen Nouveau Roman von Alain Robbe-Grillet mit traditionellen Strukturen von Zeit, Ort und Kausalität.

Das avantgardistische Pionierwerk spielt mit einer künstlerischen Sprache, in der Stil selbst zum Inhalt wird, sowie mit geometrischen Formen, architektonischen Fluchten und sich wiederholenden kompositorischen Grundprinzipien. Der international erfolgreiche Marienbad-Film wirkte nicht nur prägend auf Filmregisseure wie Stanley Kubrick, Peter Greenaway, David Lynch oder Lars von Trier, sondern definierte ein sich auf alle künstlerischen Bereiche auswirkendes Kunstverständnis, das bis heute aktuell und relevant ist.

Gruppenausstellung in Bremen

Die von der Kunsthalle Bremen konzipierte Gruppenausstellung „Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk“ zeigt erstmals diese besondere Bedeutung der im Marienbad-Film geprägten Nouvelle Vague-Ästhetik für die bildende Kunst auf und macht ihre anhaltende internationale Relevanz erlebbar. Hierfür versammelt die Kunsthalle Bremen herausragende internationale Positionen vom beginnenden 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart der Video-, Animations- und Installationskunst sowie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie und Architektur, die durch Beispiele aus den Bereichen der Popkultur und Mode ergänzt werden.

Es erscheint ein Katalog (€ 29 Museumsausgabe).

 

5. September 2015 bis 17. Januar 2016

Ausstellung „Thomas Hirschhorn. Nachwirkung“

Der international renommierte Konzept- und Installationskünstler Thomas Hirschhorn (*1957 in Bern) verbindet in seinem neuen temporäre Projekt „Nachwirkung“ seine intensive Beschäftigung mit dem Themenkomplex der Ruine mit dem spezifischen Ort der Kunsthalle Bremen und der Sammlung des Hauses. Dafür verwandelte er die historischen Räume der Großen Galerie in einen ruinenhaften Ort, in den er bedeutende Gemälde aus der Sammlung der Kunsthalle integrierte. Mit seiner neuen, für die Kunsthalle geschaffenen Arbeit hinterfragt Hirschhorn unsere Ideen von Gewissheit und Sinn und sagt:  „‘Nachwirkung‘ soll kein billiges Sinnversprechen sein. Es soll eine Arbeit entstehen, die am Abgrund der Sinnlosigkeit steht. Ich will eine Arbeit machen, die an den Grenzen des Sinnmachenden steht und die angesichts dieser Abgründigkeit und angesichts dieser Instabilität eine spielerische Form hat, deshalb das Motiv der Ruine.“

Hirschhorn versteht Kunst als politisch-soziales Engagement, mit dem er Aspekte zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Macht und Machtlosigkeit sowie moralischer Verantwortung sichtbar machen will. Thomas Hirschhorn erhielt 2000 den Prix Marcel Duchamp und 2004 den Joseph Beuys-Preis. Zuletzt richtete er viel diskutierte Installationen im Schinkel Pavillon in Berlin sowie auf der Manifesta 10 in Sankt Petersburg ein (beide 2014). 2011 bespielte er den Schweizer Pavillon auf der 54. Biennale in Venedig und zeigte 2002 sein Bataille-Monument auf der Documenta11 in Kassel.

Eine Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein in Bremen.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Schweizer Kulturstiftung prohelvetia
Walter A. Bechtler-Stiftung, Schweiz

 

28. Oktober 2015 bis 14. Februar 2016

Ausstellung „Regisseure des Lichts. Von Rembrandt bis Turrell“

Licht ist ein zentrales Gestaltungsmittel in der gesamten bildenden Kunst und insbesondere in diesem Jahr ein vielbehandeltes Thema: Die UN-Generalversammlung erklärte das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Lichts“ und regte darin auch in Deutschland Naturwissenschaften und Kultur zu zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen an, die das Licht als elementare Lebensvoraussetzung behandeln und als wesentlichen Bestandteil von Wissenschaft und Kultur fokussieren.

Das Kupferstichkabinett der Kunsthalle Bremen lädt auf eine Zeitreise durch die Darstellung des Lichts ein und zeigt an herausragenden Druckgrafiken und Fotografien der eigenen Sammlung, wie virtuos Künstler in den letzten fünf Jahrhunderten Licht ins Dunkel trugen. Unterschiedlichste Kunstlichtquellen – vom Kerzen-, Fackel- und Feuerschein bis zur elektrischen Bühnenbeleuchtung – dienten ihnen zur dramatischen Inszenierung und inhaltlichen Aufladung ihrer Sujets. Auch transzendierten sie ihre Themen über das Licht ins Geistige und machten schließlich das Licht selbst zum Bildmittel, indem sie mit Licht und Schatten zeichneten.

Die Ausstellung präsentiert unter anderem Arbeiten auf Papier von Hendrick Goltzius, Rembrandt van Rijn, Hendrick Goudt, Jean Pierre Norblin de la Gourdaine, Karl Blechen, Honoré Daumier, Henri de Toulouse-Lautrec, Odilon Redon, Pierre Bonnard sowie Olafur Eliasson  und James Turrell. Mit Constantin Jaxy und Norman Sandler sind zudem zwei Bremer Künstler vertreten.

Es ist ein Katalog erschienen (€ 12).

 

20. Februar bis 1. Mai 2016

„23. Videokunst Förderpreis Bremen“

E.S. Mayorga und Sharlene Khan

Die Jury des Videokunst-Förderpreises hat im April 2015 E.S. Mayorga (*1975 in Mexico City, Mexiko) für sein Projekt „The Role Of Fear“ den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis zugesprochen. Den zweiten Preis über 1.500 Euro erhielt Sharlene Khan (*1977 in Durban, Südafrika) für ihr Projekt „When the moon waxes red“. Die Besonderheit des Preises besteht darin, dass die Jury künstlerische Ideen und Konzepte auszeichnet, die anschließend mit Hilfe des Preisgeldes realisiert werden.

Der Videokunst-Förderpreis des Filmbüro Bremen wird jährlich und inzwischen zum 23sten Mal vergeben. Die dreiköpfige Jury – Dr. Arie Hartog (Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses, Bremen), Susann Maria Hempel (Videokünstlerin und frühere Preisträgerin, Greiz) und Kai Hoelzner (Galerist, Berlin) – bewertete eingereichte Arbeiten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und aus Bremens Partnerstädten. Dieses Jahr lagen der Jury 211 Projekte vor. Die Preisgelder stammen von der Bremischen Landesmedienanstalt, dem Senator für Kultur und dem Künstlerinnenverband GEDOK.

 

Seit 26. Oktober 2013

„Sarah Morris. Jardim Botânico [Rio]”

Die US-amerikanische Künstlerin und Filmemacherin Sarah Morris hat in der großen Eingangshalle der Kunsthalle Bremen das panoramaartige Wandbild „Jardim Botânico [Rio]“ (Botanischer Garten) geschaffen, dessen Komposition in Zusammenhang mit ihrer neuen Werkreihe Rio steht und ebenso auf die Museumsarchitektur des Hauses reagiert. Die spektakuläre und raumgreifende Installation besteht aus leuchtenden Farben und abstrakten Rasterstrukturen mit rechtwinkligen und bogenartigen Formen. Die zahlreichen Schichten aus glänzenden Farben und Haushaltslacken lassen visuelle Rhythmen ebenso wie taktile reliefartige Strukturen entstehen.

 

Alle Angaben unter Vorbehalt!
Planungsstand November 2015
Aktuelle Termine und Änderungen unter www.kunsthalle-bremen.de/ausstellungen/

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207, 28195 Bremen
T 0421 329 08-0, F 0421 329 08-470
E-Mail: info@kunsthalle-bremen.de
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Di 10-21 Uhr, Mi-So 10-17 Uhr

Erster Weihnachtstag (25.12.2015): 13 - 17 Uhr

Zweiter Weihnachtstag (26.12.2015): 10 - 17 Uhr

Neujahr: 13 - 17 Uhr

Heiligabend und Silvester geschlossen