„Stille Leben“ – der Titel der kommenden Ausstellung im Georg-Scholz-Haus in Waldkirch spielt auf eine traditionsreiche Gattung der Malerei an. Stillleben haben unbelebte Dinge wie Blumen, Früchte und Gefäße oder Kombinationen daraus zum Gegenstand.
Ausstellung im Kunstforum Waldkirch
Die Bilder von Almut Quaas sind Stillleben à la lettre. Ihre Quitten, Äpfel, Granatäpfel scheinen mit Händen greifbar und wirken gleichzeitig geheimnisvoll entrückt. Die Art, in der die Künstlerin uns die Früchte malerisch präsentiert, haucht ihnen heimliches Leben ein; gleiches lässt sich von ihren Puppen sagen. In der ausdrucksvollen Mimik, dem beredten Habitus balancieren die vom Zahn der Zeit angenagten, lädierten Gefährtinnen der Kindheit auf dem Grat zwischen totem Ding und menschlichem Wesen. (Hans-Dieter Fronz)
Chris Popović arbeitet seit langem in unterschiedlichen Techniken und Medien mit dem Motiv der Bettstatt als „ursprünglichem“ Ort von Leben – und Tod. Die immer leeren, aber unzweifelbar benutzten „Betten“ und Bettmaterialien stellen eine enge, fast intime Beziehung zum Betrachter her, was aber durch eine oft kühle, zurückhaltende Gestaltungsweise wieder unterlaufen wird. (Kathrin Deusch)
Das Sujet an sich war nie so unwichtig wie auf diesen Bildern. Dies mag paradox erscheinen, denn nie war der Gegenstand deutlicher dargestellt. Doch das Motiv hat sich ganz offensichtlich verselbständigt. Es zeigt alleine eine Realität: Die der Malerei. (Antje Lechleiter)
Freunde der Kunst
22. März bis 26. April 2015
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Stillleben haben unbelebte Dinge wie Blumen, Früchte und Gefäße oder Kombinationen daraus zum Gegenstand; Bild 1: Almut Quaas
Bild 2: Chris Popović