Gesellschaft Freunde der Künste

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Zeichnung < Druckgraphik > Malerei

Ausstellung in Zürich: Monotypie vom 9. November bis 23. Dezember 2011

 

Eine Monotypie ist ein einmaliger, nicht wiederholbarer Abdruck einer Druckplatte auf Papier: Auf einer Kupfer-, Zink-, Glasplatte oder auf einer anderen Unterlage wird ein Bild gemalt oder gezeichnet und davon anschliessend ein Abdruck genommen. Als gedrucktes Bild ist es ein Unikat und nicht reproduzierbar, einmalig wie eine Zeichnung oder ein Gemälde. Macht man dennoch von der Platte einen zweiten Druck, entsteht nur noch ein sogenannter ‚ghost print‘. Die Monotypie ist entsprechend eine Verbindung von Malerei, Zeichnung und Graphik.

Maler wie Giovanni Benedetto Castiglione (1609-1665) oder Edgar Degas (1834-1917) haben in diesem Medium Grossartiges geschaffen. Die Technik machen sich zum einen Maler zu eigen, die aus einer intimen Kennerschaft der Druckgraphik  den Schritt in den Grenzbereich zwischen Zeichnung und Druckgraphik  wagen, zum anderen sind es Künstler, die von einem konzeptuellen Ansatz her zur Monotypie gelangen.

Was ist in der Ausstellung zu sehen?


Im Ausstellungsraum werden Monotypien von sieben internationalen und nationalen Künstlerinnen und Künstlern vorgestellt: Per Kirkeby und Rosina Kuhn, die sozusagen malend drucken, Andy Warhol, Georg Baselitz, Francine Mury und Anselm Stalder, die ihre druckgraphische Kennerschaft auf dem Feld der Monotypie souverän einzusetzen wussten, und ferner Stefan Gritsch, der von einem konzeptuellen Ansatz her zur Monotypie kam. In den Gangvitrinen wird die Präsentation ergänzt durch Unikatdrucke von Peter Emch, Jean Pfaff und Claude Sandoz einerseits und durch eine Auswahl weiterer Monotypien aus Privatbesitz und Sammlung andererseits. Es sind  Monotypien vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart, von Helen Dahm bis Jean Crotti.


Welche Werke sind die Highlights?


Allein die Fülle und Vielfalt der Monotypie ist eine Augenweide. Zur Monotypie gehört auch das Moment der Überraschung. Erst wenn Kunstschaffende das bedruckte Blatt von der Platte abziehen, sehen sie das Ergebnis. Am grössten ist die Überraschung bei den Rorschach-Tests, so etwa bei Warhol. Ihr Ergebnis lässt  sich nicht steuern.



Kurator der Ausstellung: Paul Tanner, 044 632  40  47 oder tanner@gs.ethz.ch.



Kontakt

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