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Ausstellung in Wien: ballet concrete - ein Ausschnitt konkreter Gegenwartskunst

Abstraktes Denken ist eine ausschließlich dem Menschen vorbehaltene Disziplin. Universelle Regelwerke, wie etwa die Mathematik, entspringen dieser Eigenart.

Ausstellung in Wien

Mit dem wir selbst das Universum zu begreifen in der Lage sind. Und wäre es nicht zutiefst menschlich, wenn wir aus diesen gegenstandslosen mathematischen Prinzipien nicht auch Werke ersännen, die, losgelöst von wirtschaftlichen Motiven, allein der psychischen Erbauung dienten, wie etwa die konkrete Kunst.
 
zs art zeigt in der Ausstellungballet concrete einen Ausschnitt konkreter Gegenwartskunst. Ausgehend von dem Bildhauer Roland Goeschl, dem Wotruba-Schüler, der sich von dessen figurativer Nachbildung der Wirklichkeit emanzipiert und eine eigenständige Weiterentwicklung konkreter, räumlicher Formensprache findet. Die Inszenierung des Raumes ist auch Karl Hikades Anliegen.

Selbst in seinen zweidimensionalen Bildern, die er oft in aufwendigen Rahmenkonstruktionen präsentiert. Perfektion ist wohl ein grundsätzliches Anliegen der Konkreten. Bei Sigurd Rompza erfährt die angestrebte Präzision in seinen dreidimensionalen Raumtäuschungen eine unüberbietbare Meisterschaft. John Carters Bildobjekte erstaunen durch faszinierende Konstrukte, die, gestattet man sich einen Blick auf die Rückseite, eine kompromisslose Komplexität preisgeben. Ein Meister des Minimalismus ist Leo Zogmayer. Er komprimiert ein philosophisches Gedankengebäude auf eine sinnliche Klarheit, die einem die Sicht auf das Wesentliche eröffnet.

Freunde der Kunst

Laszlo Otto erschafft auf seinen Leinwänden architektonische Feuerwerke, die, einem dichten Rhythmus folgend, in scheinbar unendlicher Farbigkeit harmonieren. Helga Philipp, die Grande Dame der österreichischen Konstruktiven, rundet das ballet concrete mit ihren monochromen Kreisrastern, Ringsegmente mit Zwischenräumen zu einem Quadrat geordnet, sachlich feminin auf.

5. 11. 2014 bis 9. 1. 2015

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