Gemeinsam mit Pablo Picasso gilt Georges Braque als großer Erneuerer der Form in der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Durch nie gekannte Abstraktion und Reduzierung auf das Wesentliche gelangten beide Maler zu völlig neuen Bildsprachen.
"Farbe hat Braque dabei während der frühen Phase seines Kubismus bewusst nur äußerst zurückhaltend verwendet", erklärt die Kunstpädagogin Marie-Luise Martens-Fiß. In den Lithographien und Radierungen seines späteren Werks experimentierte er hingegen zunehmend mit Farben – und unterzog sie steten Veränderungen. Martens-Fiß: "Es ist auch diese Wandlung von einem Zustand in einen anderen, von der die faszinierende Wirkung der Kunst Braques ausgeht."
Bei ihrer After-Work-Führung am Mittwoch, dem 22. September 2010 um 17:30 Uhr, wird die Kunstpädagogin den Blick ihrer Gäste über das einzelne Bild hinaus auf die weiträumigen Veränderungen in der Kunst Braques lenken.
Georges Braque hat die Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts entscheidend mitbestimmt. Gemeinsam mit Pablo Picasso schuf der Franzose den Kubismus und begründete damit die umfassendste Formerneuerung in der Malerei der Moderne.
Mit "Georges Braque – Die Druckgraphik" zeigt das Kunsthaus Stade
erstmals im Norden Deutschlands 150 druckgraphische Arbeiten des
Malers. Die ausgewählten Werke stammen ursprünglich aus einer Pariser Privatkollektion. Die Lithographien, Radierungen, illustrierten Malerbücher und Keramiken umspannen Braques künstlerisches Schaffen von 1921 bis zu seinem Tod 1963.
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Die Teilnahme an den Führungen kostet 7,00 Euro inklusive Eintritt.
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