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Malerei

Ausstellung in Salzburg: Etel Adnan - Berge schreiben - poetische Sprache findet eine visuelle Entsprechung

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert als erste Institution in Österreich das vielseitige Werk von Etel Adnan, die 1925 in Beirut (Libanon) geboren wurde und als Schriftstellerin, Dichterin, Künstlerin und Kulturredakteurin tätig ist.

Ausstellung in Salzburg

Adnan studierte in Paris und Berkeley, Kalifornien, Philosophie. Die Vielseitigkeit ihres Schaffens führte sie rund um die Welt. So kehrte sie auch mehrmals nach Beirut zurück. Ihre Lebensmittelpunkte aber fand sie in Sausalito, Kalifornien, und Paris, wo sie heute lebt.

Bereits 1959 beginnt Etel Adnan, sich parallel zu ihrer schriftstellerischen Tätigkeit der Malerei und der Zeichnung zu widmen. Künstlerbücher in Form von Leporellos, Tapisserien und Super-8-mm-Filme erweitern ihr künstlerisches Spektrum. In ihrem Frühwerk finden Werke von Paul Cézanne, Paul Klee und Pablo Picasso stilistischen Widerhall. Eine wichtige Quelle der Inspiration für Adnan ist der Mount Tamalpais nördlich von San Francisco.

Freunde der Kunst

Dieser Berg steht Pate für ihre Auslotung kontrastreicher Farbvariationen und der Grenzen zur Abstraktion. Somit wirken Adnans Bilder wie Seelenlandschaften, in denen ihre poetische Sprache eine visuelle Entsprechung findet. Mit ihren Arbeiten setzt sich die Künstlerin über sprachliche, kulturelle und geografische Grenzen hinweg. Diese stellen Facetten ihrer Identität dar, die sie als einen sich ständig wandelnden Prozess ansieht. Anhand einer Auswahlvon rund zweihundert Werken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung Etel Adnans nach.

15.11.2014 - 8.3.2015

christine.forstner@mdmsalzburg.at