Oskar Kokoschkas (1886 – 1980) das Wesen der Dargestellten unkonventionell deutenden Portraits und seine lebhaften Städtebilder zählen zu den Meisterwerken des Expressionismus.
Nicht weniger eindrucksvoll, aber weniger bekannt sind seine spontan gezeichneten Blätter, die nach Freunden, Kunstwerken, Zirkusszenen, Tieren oder Blumen entstanden.Er hielt darin die Lebensformen fest, die ihn faszinierten. Unter dem Titel „Capriccio“ fasst die Ausstellung Zeugnisse aus sieben Jahrzehnten von Kokoschkas Leben zusammen.
Ausstellung in Regensburg
Der Maler schätzte diesen Titel als Hinweis auf die Spontaneität und Phantasie seiner Kunst in einem inspirierten Augenblick. In den frischen, oft blitzschnell gezeichneten Blättern seiner Skizzenbücher und seiner Druckgraphik spiegeln sich seine Erlebnisse: Persönliche Begegnungen, Begeisterung vor Kunstwerken oder andere Ereignisse.
Freunde der Kunst
Zwar hielt er solche Erlebnisse bereits in jungen Jahren fest, jedoch mit wachsender Intensität während seiner letzten vier Lebensjahrzehnte. Die Ausstellung präsentiert zentrale Themen seiner Zeichnung und Druckgraphik, Selbstbildnisse, Deutungen von Leben und Liebe, die Macht der Musik, Kinder, Akte, Tiere, Blumen, Zirkusszenen, Reiseerlebnisse sowie Tod und Leben. Viele dieser Arbeiten waren nur für den Künstler selbst und enge Freunde bestimmt; sie besitzen also einen sehr persönlichen Charakter und vermitteln deshalb unmittelbare Einblicke in sein künstlerisches Selbstverständnis als „Bewusstsein der Gesichte“, wie er es bereits 1912 in einem seiner bekanntesten Essays formulierte.
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Unter dem Titel „Capriccio“ fasst die Ausstellung Zeugnisse aus sieben Jahrzehnten von Kokoschkas Leben zusammen; (c) Museen Stade
