"UNCANNY VALLEY - Wohnwelten in der Kunst" zeigt im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2011 Fotografien, Videoarbeiten und raumspezifische Installationen, die sich mit dem Wohnen in der Architektur auseinandersetzen. Die Ausstellung greift ein zentrales Thema des Wohnens als auch der Kunst auf: der Raum zwischen Künstlichkeit und Realität. Sieben Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen, vor Ort in einem Offenbacher Mietshaus zu intervenieren. Die Gebrauchsspuren der vorherigen Mieter bleiben sichtbar, Kunst und Lebensspuren überschneiden sich.
Der Begriff „Uncanny Valley“ ("unheimliches Tal"), ursprünglich aus der Robotik stammend, umschreibt das Erschrecken, wenn Menschen die Künstlichkeit einer Situation erkennen. Auch in unseren Räumen verbirgt sich hinter dem “Heimeligen” das Unvertraute, ihre Konstruktion wird oft von zahlreichen Objekten überdeckt. Von Nahem betrachtet, zeigt sich der Spalt zwischen Fiktion und Wirklichkeit des Wohnens als eine weite Landschaft. Durch das Wohnen verleibt sich der Mensch die Architektur ein, richtet sich eine innere Welt ein.
Die Wohnung verrät viel über seinen Besitzer und seinen Hintergrund. Der Wohnungsmarkt versucht mit seinen Inszenierungen Durchschnittstypen zu ermitteln. Solche standardisierten Lebensstile prägen wiederum das Wohnen, mancher Wohnraum wirkt wie ein geborgtes Bild. Mit Irritationen unserer alltäglichen Wahrnehmung lassen die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler den verborgenen Raum unserer Wohnwelten spürbar und Möglichkeiten sichtbar werden.
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