Gesellschaft Freunde der Künste

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Neues Museum

Ausstellung in Nürnberg: Funktion / Dysfunktion. Kunstzentrum Glasgow - Dinge des alltäglichen Gebrauchs in die Arbeiten integriert

Aus der Idee heraus, Zentren von künstlerischer Dynamik vorzustellen, ist eine Ausstellung mit Künstlern aus Schottland erwachsen. Die Ausstellung Funktion / Dysfunktion. Kunstzentrum Glasgow stellt innerhalb der Reihe /prospekt/ sechs Künstler aus Glasgow in den Fassadenräumen des Neuen Museums vor. Hinter der geschwungenen Glasfassade sind die eigens für die Ausstellung entworfenen Installationen rund um die Uhr von außen sichtbar.

Ausstellung in Nürnberg

Die schottische Metropole hat sich seit den neunziger Jahren zu einem pulsierenden Zentrum der bildenden Kunst entwickelt. Brennpunkt dieser Entwicklung ist die renommierte Kunstakademie in Glasgow, die Glasgow School of Art. Aus dieser sind seit den neunziger Jahren Künstler hervorgetreten, die wie Douglas Gordon 1996 oder Martin Boyce 2011 den bedeutenden Turner Prize gewannen oder auf der Biennale in Venedig zu sehen waren. Die Auswahl der Künstler zu dieser Ausstellung reflektiert sowohl diese Entwicklung eines starken schottischen Kunstzentrums über mehrere Generationen hinweg, als auch die internationale Durchmischung und den ausgeglichenen Anteil von Künstlerinnen und Künstlern in der Szene.

Freunde der Kunst

"Funktion / Dysfunktion" – der Haupttitel weist auf die inhaltliche Ausrichtung bei der Künstlerauswahl hin. Als Projekt in einem Museum für Kunst und Design stellt dieses Porträt einer Kunstlandschaft zugleich einen internationalen Trend vor: Es werden Werke präsentiert, bei denen Aspekte des Designs aufgenommen werden und Formen des Angewandten in die künstlerischen Produktionen einfließen. Auf Designobjekte selbst wird direkt Bezug genommen oder es werden Dinge des alltäglichen Gebrauchs in die Arbeiten integriert. Materialien aus industrieller Fertigung werden eingesetzt oder Techniken des Handwerks und des Kunsthandwerks angewendet. Diese Praxis hat unmittelbar erfahrbare, kontextualisierende Installationen hervorgebracht, die jetzt im Neuen Museum zu erleben sind.

martin@nmn.de