Gesellschaft Freunde der Künste

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Eröffnung: Dienstag, 17. Mai 2010, 19.00 Uhr

Ausstellung in München: SASKIA OLDE WOLBERS: CELLULE bis zum 7.11.2011

Im fünften Jahr derstadtbildprägenden Kunstplattform im Münchner öffentlichen Raum startet am 17. Mai die neunte Bespielung, diesmal durch die international renommierte Videokünstlerin Saskia Olde Wolbers.

Ihre Arbeit operiert an der Grenze zwischen Realität und Imagination und kreiert eine surreale Welt von suggestiver Schönheit.

Celluleist inspiriert von dem Roman „Gegen den Strich“ des französischen Schriftstellers Joris-Karl Huysmans aus dem Jahr 1884: Der Roman beschreibt, wie der adelige Protagonist sich in die Einsamkeit seiner eigenen vier Wände und damit seiner eigenen Vorstellungswelt zurückzieht.

Das Haus des kränkelnden, aristokratischen Eremits bildet das Setting für die Arbeit Olde Wolbers. Wie für ihre vorangegangenen Videoarbeiten, baut die analog arbeitende Künstlerin auch für Celluleein Modell des Hauses, als ein modularer, beweglicher Raum, durch den sich bunte Farbschlieren ziehen.

Die Zelle des Herzogs, als Fluchtort vor der Grobheit und Banalität des Alltags, ist das zentrale Motiv der inneren Projektionen und wird von Olde Wolbers in drastischem Gegensatz zu der Umgebung der SEVEN SCREENS inszeniert .

Dem hektischen Verkehrstreiben und der flüchtigen Präsenz der Menschen begegnet sie mit surreal-kontemplativen Bildern, die dem Betrachter die Option offenhalten, den Freiraum mit der eigenen Imagination zu füllen.

Saskia Olde Wolbers wurde 1971 im niederländischen Breda geboren. Sie besuchte das Central Saint Martins College of Art and Design in London (1989), die Rietveld Academy Amsterdam (1990) und das Chelsea College of Art and Design (1996).

Unter ihren zahlreichen Auszeichnungen finden sich der Prix de Rome Film & Video (2002), der Baloise Art Prize, Art Basel (2003) und Beck’s Futures (2004).

Mit zahlreichen Einzelausstellungen war ihr Werk an bedeutenden Institutionen zu sehen, darunter in der Wiener Secession (2011) dem Mori Art Museum, Tokyo (2008) bei Maureen Paley, London (2007), dem Stedelijk Museum in Amsterdam (2006), der South London Gallery (2005), der Kunsthalle St. Gallen und dem S.M.A.K. in Gent (beide 2004) und der Tate Britain (2003).

In Deutschland war sie zuletzt in der Sammlung Goetz, München und im Rahmen einer Gruppenausstellung in der Kunsthalle Wilhelmshaven (beide 2010) zu sehen. Saskia Olde Wolbers lebt in London.

Seit 1966 präsentiert OSRAM zeitgenössische Kunst. Das Engagement wird seit 2001 durch die Förderung junger Kunst durch den Aufbau einer unternehmenseigenen Sammlung ergänzt. Leiter der OSRAM ART PROJECTS und Kurator der SEVEN SCREENS ist der Kunstwissenschaftler Dr. Christian Schoen.

Künstler der SEVEN SCREENS: Mader/Stublić/Wiermann (2006), Diana Thater (2007), Haubitz+Zoche (2007), Anouk De Clercq (2008), Art+Com (2008), Bjørn Melhus (2009), Rúrí (2009), Harun Farocki (2010). www.osram.de/art

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