Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Kunstpavillon

Ausstellung in München: raus hier - eine Behauptung, eine Bewegung

raus hier, war der energische Ausruf Timm Ulrichs’ während des Aufbaus in unseren Galerieräumen, weil er sich von verfrühten Besuchern in seiner Aufbauarbeit gestört fühlte.

Ausstellung in München

raus hier steht in einer Reihe von Ausstellungen, basierend auf Fiona Rukschcios legendären „Behauptungen auf Papier: nonchalant, en passant und absolut“, die 2013 in der WERKSTADT GRAZ realisiert wurde, und setzt sich im Sinne des Begriffes bridging* im Kunstpavillon in München fort. raus hier eignet sich notwendiger Weise und aus Überzeugung Räume an, seien es Wohnräume, öffentliche Räume, gesellschaftliche Räume, oder wie hier Denkräume und Ausstellungsräume.

Mit raus hier zeigen sich Kunstwerke, die gängige Normen der Macht überwinden, die frei von Vorbehalten qualitätsvoll, überzeugend und berührend im Sinne einer humanistischen Verbundenheit und empathischen Qualität verborgene Wege freilegen, uns sensibel wachsam werden lassen, Kunstwerke, die unsere eingeübten Handlungen und Überzeugungen ins Wanken bringen, uns unerwartete Perspektiven unseres Lebens eröffnen.

In dieser Ausstellung gibt es keine linearen Handlungsstränge, keine Handlungsanweisungen keine einheitlichen gemeinsamen Stile, die Arbeiten bieten Einblicke in intellektuelle Erkenntniswelten, emotionale Landschaften, sind Zeugnis für Hingabe zur Kunst, mit der Hoffnung auf Erkenntnis, mit der Sehnsucht nach dem Besseren.

raus hier impliziert eine Standortbestimmung, und bezieht sich demnach auch auf den Ort selbst (der Pavillon ist ein Bauwerk aus der Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes), raus hier fordert Bewegung, ist Verteidigung geistigen Territoriums, ist eine Haltung zur Kunst. Kunst, die es schafft unsere eingeübten Handlungen und Überzeugungen in Frage zu stellen, die uns berührt, so dass uns nichts anderes übrig bleibt, als uns bewegen zu müssen. B.B.E.

Freunde der Kunst

*Die Herausforderung liegt darin, nicht mehr lineare, festgeschriebene Abläufe zu denken und zu leben, sondern einen Prozess zu akzeptieren, der sich laufend verändert. ...Die Kunst folgt keiner Einheitsvorstellung mehr, sondern entwickelt eine auf Austausch basierende visuelle Sprache, in der lokale Traditionen, regionale Historie und globale Themen zusammenfinden. Gerade das auf Inklusivität zielende bridging ermöglicht es, eine polyzentrische Wahrnehmung der Welt durchzusetzen.“, ** Sabine B. Vogel, 2013

Kuratiert von Barbara B. Edlinger
Realisierung: Joachim Baur, Barbara B.Edlinger, Esther Glück

Nadežda Čačinovič, Daniela Comani, Ramesch Daha, Angela Dorrer, Petra Egg, Emily Esampalli, Karin Frank, Katharina Heinrich, Anna Jermolaewa,  Petra Maitz, Ursula Neugebauer, Pipilotti Rist, Fiona Rukschcio, Ingeborg Strobl, Anita Tarnutzer, Lea Titz, Arpine Tokmajyan, Anita Witek

12. September – 19. Oktober 2014

kontakt@kunstpavillon.org