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Kunstpavillon

Ausstellung in München: "raus hier" - die Frage des Woher und Wohins

„raus hier“, war der energische Ausruf eines bekannten Künstlers während des Aufbaus in unseren Galerieräumen, weil er sich von verfrühten Besuchern in seiner
Aufbauarbeit gestört fühlte.

Ausstellung in München

„raus hier“ steht in einer Reihe von Ausstellungen, basierend auf Fiona Rukschcios legendären „Behauptungen auf Papier: nonchalant, en passant und absolut“ in der WERKSTADT GRAZ 2013 und setzt sich in der Selbstverständlichkeit von Aneignung von Räumen fort, seien es Wohnräume, öffentliche Räume, gesellschaftliche Räume, oder wie hier Denkräume und Ausstellungsräume.

„Die Erde ist rund – einst eine Behauptung, nun eine Gewissheit. Behauptungen konstruieren immer
eine Realität und damit eine Wahrheit, eine von vielen. Ähnlich eines Prismas verbreiten
Behauptungen, einmal aufgestellt, Wirkung und Gültigkeit. Wie schön wäre die Welt, wenn alle so
wären wie ich, diese Aussage wird Margaret Thatcher unterstellt und damit ihr unerbittliches Vorgehen
unter Umständen verständlicher, aber damit auch nicht tolerierbarer. Was mir gefällt, gefällt auch
anderen, diese Überzeugung und damit Behauptung treibt mich zum Beispiel an. Behauptungen
evozieren auch immer Gegenbehauptungen. Sie gelten so lange als vermeintlich gültig, bis sie durch
eine weitere Behauptung entkräftigt werden... In dieser Ausstellung mit dem Titel: Behauptungen auf
Papier – nonchalant, en passant und absolut wird mittels Arbeiten auf Papier als Trägermedium das
Phänomen von Behauptungen aufgegriffen und - indem sie ausschließlich aus Künstlerinnen besteht -
eine zukünftige Norm mittels einer Behauptung etabliert.fR
Zitat: Ausstellungskonzept Fiona Rukschcio, Behauptungen auf Papier: nonchalant, en passant und
absolut“

Mit „raus hier“ nähern wir uns einer Vision, die uns gängige Normen der Macht vergessen lässt, die frei von Vorbehalten qualitätvolle, überzeugende und berührende Arbeiten ins Zentrum rückt und zu weiteren Überlegungen und Umsetzungen animiert. Überlegungen und Umsetzung von Kunstwerken, die im Sinne einer humanistischen Verbundenheit und empathischen Qualität neue Aspekte unseres Lebens und unseres Zusammenlebens erzeugen,  unsere Sensibilität schüren und unsere Aufmerksamkeit schärfen.

„raus hier“ impliziert auch Flucht, es stellt sich gleichzeitig die Frage des Woher und Wohins, es ist ein Manifest einer Bewegung, es ist Verteidigung geistigen Territoriums, ist Zeugnis für eine Haltung zur Kunst. Kunst, die es schafft unsere eingeübten Handlungen und Überzeugungen in Frage zu stellen,  die uns berührt, so dass uns nichts anderes übrig bleibt, als uns bewegen zu müssen.

Freunde der Kunst

In dieser Ausstellung werden ausgehend von den „Behauptungen auf Papier..“ ausschließlich Positionen von Künstlerinnen ausgewählt. Nun werden jedoch Künstlerinnen, deren Herkunft sich über die europäischen sowie westlich konnotierten Territorien hinaus erstrecken, miteinbezogen.

Mit Arbeiten von den KünstlerinnenDaniela Comani, Angela Dorrer, Petra Egg, Katharina Heinrich, Emily Hines, Petra Maitz, Ursula Neugebauer, Fiona Rukschcio, Ingeborg Strobl, Anita Tarnutzer, Lea Titz, Arpi Tokmajyan und Anita Witek.

12. September – 19. Oktober 2014

kontakt@kunstpavillon.org