Musikerin Manuela Rzytki und Künstlerin Anna McCarthy entwerfen zusammen ein Raumkonzept zu Rzytkis jugoslawischer Familien- und Musik-Tradition.
Ausstellung in München
Hintergrund ist die Geschichte ihrer donauschwäbischen Vorfahren – einer Mischkultur, die seit Jahrhunderten, insbesondere seit dem 1. Weltkrieg, Siedlungspolitik, Migration, Grenzverschiebungen, Krieg und Flucht ausgesetzt war.
Geschichte und Geschichten leben fort in der Gegenwart. Die Großfamilie bildete für Rzytki einen sozialisierenden Raum, der Erfahrungen, Erzählungen von Leid, Krieg und Glück und insbesondere auch Liedgut an die Nachkommen tradierte. Die Geister einer Vergangenheit wie der europäischen kehren wieder.
Geräusche, Bilder, Musik, Möbel, Klang, Objekte. Eine musikalische Séance im Geisterhaus; die Familie wird zum Hirngespinst; das verwobene Sinngeflecht verdichtet sich symbolisch in singenden Küchentischen und erzählenden Tapeten. Musique d’ameublement.
Freunde der Kunst
Dieses auratische System von formalen Schichten und inhaltlichen Referenzen spitzt sich an drei Abenden performativ zu. Als wollten die Geister der Vergangenheit durch Live-Musik rituell beschworen, gebannt oder erlöst werden…
4. März bis 14. März 2015


Sie sind nicht von hier and I come from them…; (c) Bild: Rzytki/McCarthy