Gesellschaft Freunde der Künste

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ein visuelles Kunsterlebnis

Ausstellung in München: FRAGIL - Agnieszka Kaszubowska, Bianca Patricia, Brigitte Stenzel und Saskia Neuhaus zeigen Ihre Künstlerischen Positionen zur "Zerbrechlichkeit des Seins" bis 26.6.2011

Die Ausstellung FRAGIL verfolgt einen doppelten Zweck: Als Erstes will sie mit ausgewählten Werken ein dezidiert visuelles Kunsterlebnis jenseits der im­manenten Konzeption ermöglichen. Als Zweites möchte sie ein Nachdenken über die Begrifflichkeit im Allgemeinen und in Bezug auf Fragilität - als ein Sinnbild der Vergänglichkeit und der Flüchtigkeit des Daseins - anregen.

Wie wird die Vorstellung von Versehrtheit, die sich sowohl auf physische Konstitu­tion als auch auf psychische Zustände des Menschen bezieht, aufgefasst und transformiert? Auf welche Weise beein­flusst die Zerbrechlichkeit des scheinbar Realen unser Bild der Unstetheit aller Erscheinungen? Und inwieweit wird in der zeitgenössischen Kunst der Anspruch erhoben, der Fragilität des Lebens durch die künstlerische Formulierung entgegen­zuwirken?

Im Hinblick auf die Verschiedenheit der Positionen dieser spannenden Künstle­rinnen wird die Interpretation der Fra­gilität sinnhaft für die Relativität und Variabilität der Begrifflichkeit selbst vorgeführt. Die Herangehensweise an das Eigenschaftswort „fragil“ gestaltet sich entsprechend: ambivalent, tiefsinnig und offen gefasst.

BIANCA PATRICIA zeigt eine Konstante des Fragilen als großformatige Fotoarbeiten von - einst für die Serie „Hommage“ ent­standenen- hunderten von Porzellanab­güssen der männlichen Geschlechtsteile. Als Relikte und Hommage an all die verhüllten, angedeuteten, abgetrennten oder nicht vorahnenden Phallen der west­lichen Bild- und Kunstgeschichte.

Ein Scherbenhaufen des Mythos Mann. Eine symbolische Darstellung der Vulnera­bilität der männlichen Potenz.

Die Spiegelungen der Erscheinungswelt auf den virtuos gemalten Projektionsflä­chen von AGNIESZKA KASZUBOWSKA for­dern durch ihren Realitätsanspruch und irrealer Schönheit die Vergänglichkeit her­aus. Sie verewigen- wenn man so will- die singulären Sinneseindrücke, welche eben aufgrund ihrer äußersten Kurzlebigkeit an Eindringlichkeit gewinnen.

In den Arbeiten von SASKIA NEUHAUS geht es wiederum um die Diskrepanz zwischen der aufgezwungenen Rolle als Künstler und der „wahren“ Identität als Mensch und Individuum. Im Spannungsfeld zwi­schen Klischee und Wirklichkeit wird die Zerbrechlichkeit dieses gesellschaftlichen Konstrukts hinterfragt.

Mit der Fragilität der psychischen Zustände setzt sich die Künstlerin BRIGITTE STENZEL auseinander. Die Protagonistinnen ihrer Bildwelten verkörpern inneren Konflikte, Zweifel, Ausbruchs- und Neuformungsver­suche in einer prägnanten und überwälti­genden Art und Weise.

Mehr sei noch nicht verraten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Vernissage am 22.06.2011 um 19 Uhr

Einführung von der Kunsthistorikerin

Tinatin Ghughunishvili-Brück

Ausstellungsdauer: 22.06 bis zum 26.06

Ort: GARTENHAUS DER KUNST

Ausstellungsraum der Kunstakademie

München, Akademiestrasse 2-4

 

Autor:

Tinatin Ghughunishvili-Brück

Kunsthistorikerin M.A. Kuratorin

 

zeitgenössische  kunst

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