Unter diesem Motto hält die Kunst Einzug in einem gewöhnlichen Wohnhaus im Lehel. Das Besondere an dieser Ausstellung: eine Studenten-WG räumt ihren großen Flur, der eine Woche lang nur der Kunst gehören wird. In Petersburger Hängung wird der Raum bis unter die Decke mit Kunst angefüllt sein und ist am Freitag, den 08.02. von 19 bis 22 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. In einem der Zimmer wird es außerdem ab 21 Uhr eine Theaterinszenierung der Gruppe „Regie als Faktor“ zu sehen geben: Coole Frauen, Episode 1, sowie Das Fliegenpapier von Robert Musil als Dauerschleife.
Kunst soll den Blickwinkel ändern, lieb gewonnene Gewohnheiten in Frage stellen, Nachdenken herausfordern, Verkrustetes aufbrechen, neue Wege aufzeigen und gehen… Wo könnte sie dies besser, als dort, wo sie uns ganz nah ist, bei uns zu Hause, wo wir mit ihr leben können und sie uns im Alltag begleitet. In diesem Sinne beginnt die Reihe Asyl der kleinen Künste mit der Zuflucht an einem Ort, der gewöhnlicher nicht sein könnte: Eine normale Wohnung junger Menschen mit gelegentlich wechselnden Mitbewohnern - Studenten, Nebenjobbern, Künstlern, Kunstliebhabern, Freunden… Einen Abend gehört der Flur der Öffentlichkeit - eine ganze Woche gehört die Kunst dann den Bewohnern dieser WG, die im Alltag mit den Kunstwerken leben dürfen.
„Asyl der kleinen Künste“ ist ein neues Experiment des Vereins Haus der kleinen Künste e.V., bei dem die Kunst die Schwelle überschreitet und nicht auf uns wartet, sondern zu uns nach Hause kommt.
Wie lebt es sich mit soviel Kunst im Alltag? Wer dieses Experiment gerne selbst einmal wagen möchte, kann sich mit seinen eigenen Räumlichkeiten unter mail@hausderkleinenkuenste.de bewerben und der Kunst für eine Woche Asyl gewähren. Öffentlich zugänglich muss so ein Asyl nur etwa 3 Stunden zum Eröffnungsabend sein.
Asyl der kleinen Künste
Freitag 08.02.2013 19 – 22 Uhr
Widenmayerstraße 12
80538 München München
mail@hausderkleinenkuenste.de
Ausstellende Künstler:
Brigitte Hoppstock
Gundula Kalmer
Kytahara
Robert Posselt
Frank Müller
Ingrid Müller
Florian Sellmeier
Yurika Tahara
Mitbewohner des Asyls: momentan 5, 20-27 Jahre alt, aktuell alle Studenten (Architektur, Soziale Arbeit, Geisteswissenschaften), die meisten Hobbymusiker
Freitag 08.02.2013 19 – 22 Uhr


(c) Haus der kleinen Künste