Thomas Kellner, Jahrgang 1966, gehört zu den Fotokünstlern mit einem internationalen
Renommee und einer einzigartigen Bildsprache. Bereits in den 90er Jahren, noch in der
Abschlussphase seines Studiums, begann Thomas Kellner umfangreiche Experimente in der
Fotografie. Danach, zwischen 1993-1997, nach einem Studienaufenthalt in Paris entstanden die
Grundlagen seiner heutigen Bildsprache.
Ausstellung in Köln
Die Vielfalt der frühen bildnerischen Experimente ist Ausdruck eines Zusammenspiels zwischen Kamera, Konzeption und Regieanweisung des Autors. Kellner experimentierte in Zyklen mit verschiedenen Bildsprachen, bis er schließlich zu seiner einzigartigen, multiperspektivischen und dekonstruktivistischen Bildsprache fand. Aus einem anfänglichen Entwurf über den Eiffelturm als Hommage an Robert Delaunay und den Kubismus in Paris beginnt Kellners Hinwendung zur Architektur und zu immer komplexeren Kompositionen mit dem Material des 35mm-Films. In den Werkgruppen der Serien "Tango Metropolis","Dancing Walls" und "Brasilia" bringt Kellner in großformatigen Kontaktbögen und hunderten von Einzelaufnahmen das fotografierte Objekt nicht nur ins Wanken, sondern auch zum Klingen.
Freunde der Kunst
In der Ausstellung zeigen wir einige seiner wichtigsten Projekte auf dem Weg zu seinen heute
unverwechselbaren Bildern, angefangen von den frühen Editionen, über die Mehr-Lochkameras,
das Venedigprojekt, den ersten Kontaktbogen-Architekturen aus Paris, dem 2006 entstandenen
Hearst-Portfolio und den wichtigsten Arbeiten aus China, Brasilia und Mexiko sowie den neuesten
Arbeiten "Neuschwanstein", "Tokio Tower" und „Houston we’ve had a problem“.
„Kellners Fotografien sind künstlerisch eigenwillige, mosaik- und kaleidoskopartig anmutende,
konstruktiv-dekonstruktivistische Bildgestaltungen, komponiert mit Kamera und Filmmaterial.“
Stefanie Scheit-Koppitz
13.-21.12.2013


Kellners Fotografien sind künstlerisch eigenwillige, mosaik- und kaleidoskopartig anmutende, konstruktiv-dekonstruktivistische Bildgestaltungen, komponiert mit Kamera und Filmmaterial; (c) Thomas Kellner