Das Kunstprojekt „Eiskeller und Himmelslöcher“ macht erstmals das bisher wenig erforschte und weitgehend unerschlossene historische Kulturdenkmal “Eiskeller” zum Gegenstand zeitgenössischer künstlerischer Recherche. Das Ausstellungskonzept begreift diese nahezu vergessene Architekturform als Reflexionsort, an dem sich neuartige Zusammenhänge von Kunst, Natur und Klimawandel erschließen und eine historische Kulturtechnik bewusst gemacht wird. Fragen nach Kunst und Öffentlichkeit, landschaftssoziologische Reflexionen sowie poetische und wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen stehen in den Mittelpunkt künstlerischer Recherche und Forschung.
Eiskeller für Projekte der zeitgenössischen bildenden Kunst zu erschließen, ist eine Pionierarbeit. Im Zuge der Vorrecherchen für das Kunstprojekt wurden Reste von Eiskellern und Eisschuppen auf Gütern in Schleswig-Holstein und auf anderen privaten Grundstücken entdeckt. Wir haben Eiskeller zusammen mit Besitzern identifiziert sowie bisher noch nicht wissenschaftlich erschlossene Fundamente wiedererkannt.
Durch die Künstlerauswahl wird ein konzeptioneller, forschender Ansatz sowie eine Auseinandersetzung mit dem nahezu vergessenen Baudenkmal „Eiskeller“ sowie mit dem künstlerischen Material „Eis“ verfolgt. Während in den 1970er und 1980er Jahren „Eis“ als ephemeres Material künstlerisch erprobt wurde, seine Instabilität, aber auch seine „Kunstmarktunfähigkeit“ und Widerständigkeit gegen Kommerzialisierung und Musealisierung für Künstler interessant waren, arbeitet das Projekt „Eiskeller und Himmelslöcher“ mit künstlerisch-konzeptuellen Annäherungen, Kartierungen und Interventionen.
Das Projekt ist gefördert durch die Stiftung Kunstfonds zur Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst (Bonn), der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein (Kiel), der Muthesius Kunsthochschule (Kiel); Trägerverein ist Haus 8 e.V. (Kiel).
PROJEKTE, 2013
Till Krause, DER EISWEG, Eine Kartierung
Dan Peterman, Eiskeller-Konzept
Hans Winkler, Öffentlicher Eiskeller, Teil 2
Die begleitende Ausstellung zeigt aktuelle und historische Positionen von
Lisa K. Blatt, untitled, (icebergs), 2008
Paul Kos, Ice makes Fire, 1974
Dan Peterman, Eiskeller-Konzept, 2013
Jill Taffet, ice portraits, 2012
sowie eine Dokumentation der bisherigen Eiskeller-Projekte, u.a. von Ulrike Mohr, TOUCHING COLD, 2012
Weitere Informationen zum Rahmenprogramm
Eiskellertour & Eisforum am 23. März: www.gfzk.net
Versendet von Gesellschaft für zeitgenössische Konzepte
Verena Voigt | Hans Winkler
Kanalstr. 36 | 24159 Kiel
T 0431-38 00 757 | M 0163 191 16 69 | www.gfzk.net
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Bei Tarbek (Bornhöved) / Studie für den Eisweg, Februar 2012