In einer Vielzahl von Ausstellungen ist das Phänomen des deutschen Impressionismus behandelt worden. Doch lag das Hauptaugenmerk bislang fast ausschließlich auf der Malerei und deren französischen Vorbildern. Von Bedeutung ist die wegbereitende Funktion des Impressionismus für die Entwicklung der Moderne in Deutschland.
Ausstellung in Ingelheim
Dies zeigt sich im Bereich von Arbeiten auf Papier, in Zeichnung, Aquarell, Gouache, Pastell, Druckgrafik, aber auch in der zeitgenössischen Fotografie besonders deutlich. So spiegeln die unakademischen, dynamischen Landschaftsskizzen die Sehnsucht nach künstlerischer Freiheit. Die Auflösung des Gegenstandes in Bewegung und Licht führt auch in Deutschland zur Überwindung des Naturalismus. Damit bereiten die Impressionisten den Weg in die Abstraktion und Expression der Moderne vor.
Die Ausstellung versammelt ca. 150 selten gezeigte Arbeiten auf Papier aus der Zeit von 1880 bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Künstlerauswahl beschränkt sich nicht auf die drei großen Namen, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden, Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt, sondern wird erweitert um Künstler wie Lesser Ury, Maria Slavona, Otto Modersohn, Christian Rohlfs, Arthur Illies, Thomas Herbst, den Fotografen Heinrich Kühn und andere. Um zu dokumentieren, in wie weit das unmittelbare Arbeiten auf Papier die Entwicklung des malerischen Impressionismus in Deutschland vorbereitet hat, werden auch einige Gemälde in der Ausstellung präsentiert.
Freunde der Kunst
Im Anschluss wird die Ausstellung als ein Projekt der Internationalen Tage Boehringer Ingelheim im Ernst Barlach Haus in Hamburg (29. Juni bis 21. September 2014) zu sehen sein.
Ab dem 4. Mai 2014 zeigt das Landesmuseum Mainz die Ausstellung „Max Slevogt – Wege zum Impressionismus“.
5. April bis 15. Juni 2014 im Alten Rathaus, Ingelheim


In einer Vielzahl von Ausstellungen ist das Phänomen des deutschen Impressionismus behandelt worden; Bild 1: Max Liebermann
Monte Oliveto (Florenz) (Dächer in Florenz), 1902
Pastell auf Papier/Karton, Privatbesitz
Bild 2: Emil Nolde, Weiden im Schnee, 1908, Aquarell, Nolde Stiftung Seebüll