Gesellschaft Freunde der Künste

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Wunderkammer der Produktgestaltung

Ausstellung in Hamburg: No name design - Dinge des täglichen Gebrauchs

 Zeitloses Design

 Dinge mit verborgenen Fähigkeiten

Auf der Suche nach Dingen mit verborgenen Fähigkeiten und Qualitäten durchstöbert Clivio Flohmärkte, Trödelläden, Eisenwarengeschäfte und Warenhäuser – immer von der Neugierde getrieben. Es sind, so Clivio, „unscheinbare Alltagsdinge mit einfachen und zugleich raffinierten technischen Funktionen […] Dinge mit Aha-Effekt, einer anspruchsvollen Ästhetik, solche, die sich zum Beispiel auf verblüffende Art klappen, falten oder multifunktional nutzen lassen oder besonders intelligente Verbindungen aufweisen.“ Clivios Faszination für intelligente Gestaltung lässt sich mit Vilém Flussers erweiterter Definition des englischen Begriffs „Design“ besser verstehen. Der bekannte Kommunikationswissenschaftler untersucht in seinen Betrachtungen „Stand der Dinge“ (1993) die etymologische Herkunft des Wortes. Neben den bekannten Bedeutungen wie „Entwurf“ und „Plan“ findet er weitere Assoziationen wie „Erfindung“, „List“ oder „Finte“. Das heißt, mit gutem Design lassen sich nach Flusser beispielsweise Naturgesetze wie die Schwerkraft überlisten oder große Volumen durch schlaues Falten und Klappen verkleinern.

Ausstellung vom 11. Dezember 2015 bis 3. April 2016

In 29 Kapiteln erzählt die Ausstellung die Geschichten hinter den Dingen, deren Titel zumeist schon auf die verborgene Intelligenz und technische Findigkeit der Objekte hinweisen: Die Natur kann es am besten | In Form gegossen | Ein Urspeicher | Bereit zur Weiterbearbeitung | Universalmaterial Draht | Rundum genial | Das Maß aller Dinge | Alles klar | Teile zusammenbringen | Aufgeklappt und zugeschoben | Scharf nachgedacht | Integrierte Intelligenz |  Schlag auf Schlag | Alles im Griff | Fast alles falsch | Einstückstücke | Nicht gleich aber ähnlich | Eins und eins ist mehr als zwei | Vielkönner | Nicht neu aber besser | Richtig addiert | Einfach verständlich | Von klein zu groß zu klein | Alles drin | Zum Schutz der Augen | Besser (aus-)sehen | Mit eingebauter Löschtaste  | Tintenfass mit integrierter Feder | Meine Favoriten

 

Begleitpublikationen: Zur Ausstellung erscheinen ein 12 Meter langes „No-Name-Design“-Leporello mit Abbildungen und Beschreibung der gezeigten Objekte sowie ein Plakat mit etwa 300 Dingen und Produktbeschreibungen.

 

Die Ausstellung wurde kuratiert von Franco Clivio und Hans Hansen und war zuvor im Gewerbemuseum Winterthur, im

MUDAC Lausanne, auf der Triennale in Mailand sowie im Werkraum Bregenzerwald zu sehen.

 

Kuratorenführungen mit Franco Clivio

Samstag 12. Dezember 2015, 15 Uhr | Sonntag, 13. Dezember 2015 , 12 Uhr

Samstag, 16. Januar 2016, 15 Uhr | Sonntag, 17. Januar 2016, 12 Uhr

Samstag, 20. Februar 2016, 15 Uhr | Sonntag, 21. Februar 2016, 12 Uhr

Samstag, 2. April 2016, 15 Uhr | Sonntag, 3. April 2016, 12 Uhr