Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) zählt zu den avantgardistischen Malern des 20. Jahrhunderts, die sich im Medium der Druckgraphik künstlerisch gefunden haben. Für den Mitbegründer der Künstler-Gruppe Die Brücke war der Holzschnitt das wichtigste Experimentierfeld eines neuen expressionistischen Stils.
Ausstellung in Hamburg
Akte, Badende, Tanz- und Straßenszenen in der pulsierenden Großstadt Berlin vor dem Ersten Weltkrieg, ein neuer Blick auf den Menschen in den Portraits: innovative Themen der Brücke, die durch den scharfen Schnitt und die harten Kontraste von Schwarz und Weiß gekennzeichnet sind. Kirchner experimentierte in seinen Holz- und Linolschnitten, Lithographien und Radierungen mit lange vernachlässigten Techniken und schuf ein markantes, ausdrucksstarkes Werk. Jedes Blatt wurde von ihm selbst abgezogen, jeder Abzug einzigartig durch eine variierte Farbgebung. Manche Drucke existieren in nur wenigen Exemplaren.
Freunde der Kunst
Kirchners druckgraphisches Schaffen ist das umfangreichste des deutschen Expressionismus. Das Bucerius Kunst Forum zeigt eine Übersicht aus der weltweit bedeutenden Sammlung des Brücke-Museums Berlin, das einen der größten Kirchner-Bestände verwahrt. Wissenschaftlicher Ausgangspunkt für die Ausstellung ist das neu erscheinende Gesamtverzeichnis des druckgraphischen Werks von Ernst Ludwig Kirchner.
29. Mai 2014 - 7. September 2014


Ernst Ludwig Kirchner zählt zu den avantgardistischen Malern des 20. Jahrhunderts; (c) Brücke-Museum, Berlin




