Mit der Ausstellung „Fette Beute“ widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) der Darstellung von Reichtum und der Selbstdarstellung von Reichen in der Fotografie und den Massenmedien.
Ausstellung in Hamburg
Während die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, wird Reichtum offenbar immer exzessiver vorgezeigt. In einer umfassenden Ausstellung wurde dieses Phänomen bisher noch nicht behandelt. „Fette Beute“ versammelt 20 zeitgenössische internationale Positionen, darunter künstlerische Arbeiten, Reportage-Fotografie, Dokumentarfilme und Videoarbeiten von Tina Barney, Gabriele Mascaro, Martin Parr, Julika Rudelius, Juergen Teller, Paolo Woods u.a. Hinzu kommen Amateuraufnahmen aus dem Fotosharing-Portal Instagram und Ausschnitte aus dem Reality-TV-Format „Rich Kids of Beverly Hills“. Die thematischen Kapitel werden durch 13 historische Pendants aus der Zeit von der Jahrhundertwende bis zum Bildjournalismus der 1960er Jahre ergänzt.
Freunde der Kunst
Dazu zählen Aufnahmen von Jacques Henri Lartigue, Lisette Model, Regina Relang, Edward Steichen u.a. Die 150 Werke umfassende Ausstellung nähert sich dem Thema mit soziologischem Interesse. Sie fragt nach kulturellen Prägungen und nationalen Unterschieden von Reichtum, nach den Auswirkungen der Globalisierung auf die Darstellung von Luxus, beleuchtet die Motivation und Rolle von Zeigenden und Betrachtern und reflektiert den Wandel der Bildmedien. Die Ausstellung wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert.
17. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015
presse@mkg-hamburg.de


Die 150 Werke umfassende Ausstellung nähert sich dem Thema mit soziologischem Interesse; © Juergen Teller, Courtesy Lehmann Maupin, New York