Im Rahmen der Retrospektive "Hélio Oiticica. Das große Labyrinth" im MMK zeigt der Palmengarten Frankfurt drei begehbare Außeninstallationen des brasilianischen Künstlers. In einem der Pavillons, "Penetrável PN 14", findet ein Performance- und Filmprogramm mit Interventionen zeitgenössischer Künstler statt.
Ausstellung in Frankfurt
Oiticica (1937–80) gilt als Vorreiter der partizipativen Kunst. In den frühen 1960er-Jahren entwickelte er Strategien, um neue gesellschaftspolitische Perspektiven in der Kunst zu eröffnen. Er verstand sich als ein Konstrukteur von Materialität, Farbe, Zeit, Raum und Situationen. Das Prinzip der Proposition, des Vorschlags, ist eine wiederkehrende Überlegung in seinem Schaffen. Oiticicas raumgreifende Installationen (Penetráveis) eröffnen durch ihre ästhetischen und architektonischen Qualitäten besondere Räume der Wahrnehmung und Interaktion.
Bildende Kunst
Für das Performance- und Filmprogramm haben Studierende des Studiengangs Curatorial Studies zwölf junge, internationale Künstler und Künstlergruppen eingeladen, sich mit dem Penetrável PN 14 im Palmengarten auseinanderzusetzen. Entstanden sind ortsbezogene Propositionen: Experimente mit Sound, Sprache und Tanz, Projektionen, Salonabende und Begehungen.
Freunde der Kunst
Diese knüpfen an Oiticicas Konzepte und Ideen an und übersetzen sie in die heutige Zeit. An drei Abenden werden die Performances von einem Filmprogramm begleitet. Hier treffen Filme und Videos von aktuellen Künstlern auf filmische Werke von Oiticicas Zeitgenossen Charles Simonds und Jack Smith.
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Oiticica gilt als Vorreiter der partizipativen Kunst; Foto: Ivan Cardoso © Ivan Cardoso