Die geometrischen Fensterdurchblicke in den neuen Arbeiten von Sabrina Fritsch geben den Blick auf einen unbestimmten Raum frei, der uns subtil anzieht und gleichzeitig Fragen aufwirft worum es sich überhaupt handelt. Schauen wiir hinein-oder hinaus - oder befinden wir uns in einem Raum dazwischen? Durch das offene und gleichzeitig präzise Herangehen an räumliche Strukturen lockt die Künstlerin uns in einen aktiven Seh-und Erfahrungsprozess hinein.
Geschichtete Vermalungen, aufwendig aufgetragen und dann wieder abgeschliffen und geebnet, bilden den fein nuancierten Bildgrund von Fritschs Fensterdurchblicken. Darauf sehen wir geometrische Zeichen, wie eine Art (Fenster-) Rahmen bestehend aus jalousienartigen, feinmaschigen Querstreben, durch die zu erahnen ist, was sich auf der anderen Seite abspielt. In einigen Bildern tauchen große, fleischige Formen auf, die an Blätter einer Zimmerpflanze erinnern.
In den Fensterbildern vereinen sich Fritschs Interessen an Farbflächen, Materialität und Struktur. Sie bewegt sich mit diesen Bildern an der Grenze zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen Fläche und einem potentiellen Tiefenraum und verbindet vermeintlich divergierende Positionen miteinander. Es sind die Themen der Malerei und des aktiven Sehens, die hier pointiert und mit großem Feingefühl behandelt werden.
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