Gut zweieinhalb Jahre ist es her, seitdem Iliya Zhelev zuletzt in der Galerie Mensing seine Werke präsentierte. Jetzt kommt der bulgarische Künstler wieder einmal nach Düsseldorf, um in der dortigen Niederlassung von Europas größtem Kunsthaus persönlich eine Ausstellung mit seinen neuen Bildern zu eröffnen. In den aktuellen Werken verbindet Zhelev mosaikartig eine Vielzahl von Ornamenten und versteckten Symbolen zu verblüffenden Kompositionen. Die abstrakten Zeichen verkörpern zeitlose Werte, deren Wurzeln nicht zuletzt im bulgarischen Volksglauben begründet sind. Auf fantasievolle Weise verknüpft der Künstler folkloristische Elemente mit Weltläufigkeit, Gegenständlichkeit mit Abstraktion. In liebevoll platzierten Motiven erzählt Zhelev voller Heiterkeit und menschlicher Wärme kleine Geschichten über das Leben.
Seine märchenhafte Bildsprache lädt den Betrachter förmlich ein, immer
wieder Neues zu entdecken. Die Aufteilung in eine Vielzahl geometrischer Farbfelder und die naiv-verspielten Zeichnungen und Zeichen hauchen den Bildern förmlich Leben ein. In ihrer detailreichen Motiv-Vielfalt und ihren dekorativen Schemata erinnern sie an die Arbeiten bulgarischer Textilweber. Je nachdem, ob die Farbfelder in verwandten Tönen nebeneinanderstehen oder in harten Gegensätzen konkurrieren, entsteht zuweilen eine sanfte Harmonie, zuweilen ein spannungsgeladener Dialog. In klassischer Lasurtechnik setzt der Künstler bis zu 20 Farblasuren übereinander.
Hierdurch erhalten die Gemälde eine eindrucksvolle Farbkultur und
enorme Leuchtkraft. Die poetischen Farbenwelten Zhelevs erinnern an Chagall. Wie dieser ist auch Zhelev ein liebenswerter Erzähler in der Welt der Phantasie und Träume.
Iliya Zhelev
Iliya Zhelev (geb. 1961 in Plovdiv/Bulgarien) gehört zu den herausragenden Künstlern der zeitgenössischen Moderne in Europa. Seine mosaikartigen Bilder, deren Motive ihre Wurzeln in der Volkskunst seiner Heimat haben, sind eine fantasievolle Inszenierung aus Symbolen, Ornamenten und geometrischen Formen. Mit heiteren Farben und genialer Einfachheit stellt der Künstler liebevoll eine geheimnisvolle, märchenhafte Welt dar. In der Abstraktion der Formen steht Zhelev in der Tradition berühmter Vorgänger wie Klee, Kandinsky und Poliakoff. Die ungeheuere Farbintensität der Bilder und seine malerische Poesie erinnert an Chagall. Zhelevs Werke befinden sich in zahlreichen Galerien und Sammlungen in Europa und USA.
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