In ihren installativen Arbeiten thematisiert Silvia Lorenz (*1978 in Dresden) gesellschaftspolitische und sozio-topographische Kontexte, die sie häufig mittels Kartonpappen und Klebeband aufgreift und abstrahiert sowie in Bezug zur architektonischen Gegebenheit des Ausstellungsraumes setzt.
Im Projektraum am Weißen Hirsch wird die junge Künstlerin, die 2010 das einjährige Elsa-Neumann-Nachwuchsstipendium der Stadt Berlin erhielt, erste Ergebnisse ihres Projekts ”Kosmodrom“, Weltraumbahnhof, vorstellen. ”Lunik leaks“ – so der Titel der Soloshow – spielt mit zwei Begrifflichkeiten: Zum einen greift ,Lunik‘, ein Nachfolger des legendären Satellits Sputnik, Raumfahrtassoziation auf, ,leak‘ hingegen meint im Englischen das Leck bzw. durchsickern.
”Lunik leaks“ zeigt skulpturale Fragmente verfremdeter Attribute der Weltraumforschung und ironisiert, demontiert diese vor der Folie aktueller Fragestellungen nach Zukunft und Sinnhaftigkeit dieser Unternehmungen.
Silvia Lorenz studierte Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 2010 schloss sie dort als Meisterschülerin von Prof. Else Gabriel ihr Studium ab.
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 27. April 2011, 19 Uhr - Es spricht: Gwendolin Kremer, M.A.
Kontakt
Projektraum am Weißen Hirsch | Eine Initiative der Galerie Grafikladen
Plattleite 66
01324 Dresden

