Dong-Yeon Kim, seit 2006 Professor an der Kyung-Hee Universität in Seoul, thematisiert in seinen Arbeiten die Verletzlichkeit unserer Umwelt, unserer Städte, unseres ganz privaten Lebensbereichs.
Für die Ausstellung im Dortmunder Kunstverein wählt der Künstler als Symbol für diese Verletzlichkeit die Straße. Straßen können zur Veranschaulichung der Veränderung der Zivilisation herangezogen werden. Sie verbinden entfernte Punkte, spielten bei der Entwicklung des Handels und der Industrie eine große Rolle und sind aus der wissenschaftlichen und philosophischen Auseinandersetzung in Ost und West nicht wegzudenken. Dong-Yeon Kim hat die Stadtentwicklung und Architektur westlicher und östlicher Kultur studiert. Dabei entdeckte er die für seinen Schaffensprozess wichtige Komponente der Straße als Verbindungsachse.
Überall auf dem Erdball verlaufen Systeme, Verbindungen, Kommunikationsstränge und Straßennetze, die den Raum definieren. Disziplinen wie Architektur und Städtebau im Sinne der Urbanität verflechten sich mit Kim´s religiös-philosophisch gelagertem Interesse an den Grundlagen menschlicher Existenz. Diese werden anhand begehbarer Installationen erforscht, die den Besucher zum Teil eines großen Ganzen werden lassen.
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