El Anatsui, Zarina Bhimji, António Ole, Yinka Shonibare MBE und Pascale Marthine Tayou sind eingeladen, sich in den verschiedenen, architektonisch bedeutsamen Gebäuden zu präsentieren. Ihre künstlerische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen stilgeschichtlichen, politischen und sozialen Bezügen wird den Blickwinkel auf die einzelnen Häuser und ihre Sammlungen deutlich sichtbar für die Dauer des Projektes verändern. Zwischen ihnen entfaltet sich so ein Parcours großer‚ skulpturaler und installativer Arbeiten, die größtenteils im Außenbereich 'site specific’ entstehen.
Die beteiligten Künstler fordern auf zum Dialog über Fragen, die angesichts gegenwärtiger ökonomischer, sozialer und politischer Umbrüche aktueller sind denn je. Ist die Unsicherheit der Zukunft die größte Sicherheit, die wir heutzutage haben? Der Titel der Ausstellung „Who Knows Tomorrow“ ist inspiriert von einer Aufschrift auf einem kleinen Personenbus in Afrika, der zufällig fotografiert wurde. Die in Afrika weit verbreitete Lebensweisheit steht nun als sinnstiftendes Thema für die Ausstellu
Immer war und ist eine Nationalgalerie auch Spiegel und Ausdruck der nationalen Geschichte und Gegenwart gewesen. Jedes einzelne ihrer Gebäude ist mit spezifisch historischen Situationen verknüpft. Diesen Kontext nutzt die Ausstellung als Projektions- und Spannungsfeld. Sie schaut dabei zurück, nach vorne und vor allem auf die Gegenwart. Die Werke der hier beteiligten zeitgenössischen Künstler thematisieren Fragen über Identität, Globalisierung und Geschichte.
Fernab von dem Anspruch an eine repräsentative Darstellung oder gar Aneignung aktueller afrikanischer Kunstproduktion geht es in der Ausstellung vielmehr um die Überlassung von Monumenten deutscher Geschichte an Künstler eines anderen Kontinents. Dabei stellt sich die Frage, welche und wessen Geschichte wird erzählt und aufgeschrieben? Welchen Beitrag leistet Kunst, um (kunst-)historische Konstrukte, Klischees und Stereotype zu überwinden?
Die Werke vor der Alten Nationalgalerie, der Neuen Nationalgalerie sowie vor dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart sind auch außerhalb der Öffnungszeiten der Mussen zu besichtigen.
Öffnungszeiten: Alte Nationalgalerie: Di-So 10-18 h, Do 10-22 Uhr
Friedrichswerdersche Kirche: Mo–So 10–18 Uhr
Neue Nationalgalerie: Di, Mi+Fr 10-18 , Do 10-22, Sa+So 11-18 Uhr
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart: Mo–Fr 10-18, Sa 11-20, So 11-18 Uhr
Ausstellungsorte
Alte Nationalgalerie, Friedrichswerdersche Kirche, Neue Nationalgalerie und Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Link
http://www.berlin.de/tickets/ausstellungen/whoknowstomorrow/index.php

