Gesellschaft Freunde der Künste

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geometrisch-abstrakte Kunst

Ausstellung in Bremen: Sarah Morris - Jardim Botânico [Rio] - spektakuläre und raumgreifende Installation

Die US-amerikanische Künstlerin und Filmemacherin Sarah Morris (geb. 1967) hat in der großen Eingangshalle der Kunsthalle Bremen das panoramaartige Wandbild Jardim Botânico [Rio] (Botanischer Garten) realisiert, dessen Komposition in Zusammenhang mit ihrer neuen Werkreihe Rio steht und ebenso auf die Museumsarchitektur des Hauses reagiert.

Die spektakuläre und raumgreifende Installation besteht aus leuchtenden Farben und abstrakten Rasterstrukturen mit rechtwinkligen und bogenartigen Formen. Die zahlreichen Schichten aus glänzenden Farben und Haushaltslacken lassen visuelle Rhythmen ebenso wie taktile reliefartige Strukturen entstehen.

Ausstellung in Bremen

Ihre Tafelbilder und raumbezogenen Wandmalereien bewegen sich im Grenzbereich der modernen Tradition geometrisch-abstrakter Kunst und zeitgenössischem Design. Mit ihren Kompositionen reflektiert die Künstlerin über Alltagsgegenstände, Industriedesign und Architektur, vor allem die amerikanischer Metropolen, aber auch über die Scheinwelt und Oberflächenästhetik des Hollywoodfilms, der Hochglanzmagazine, der Mode und Werbung.

Sarah Morris ist international als Filmemacherin sowie als Malerin bekannt geworden. Seit 1998 entstehen malerische und filmische Städteporträts, denen gründliche Recherchen vorausgehen. So widmete sie sich in ihren letzten Arbeiten den Inszenierungs- und Veränderungsprozessen von Olympia-Städten wie München (2008), Bejing (2009) und Rio de Janeiro (Bye Bye Brazil, 2013). Filmische und fotografische Eindrücke sind oft Ausgangspunkt ihrer am Computer verfassten Kompositionen, die sich als sowohl analytische, abstrahierende als auch intuitive Übersetzungen lesen lassen. Die Titel ihrer Gemälde verweisen oft auf bekannte Gebäude, Plätze oder Namen der Städte. Dabei bleiben ihre Beobachtungen immer ästhetisch und faszinierend, verdichten das moderne, kapitalistische und pulsierende Leben auf reine Formen.

Freunde der Kunst

Mit Unterstützung des Förderkreises für Gegenwartskunst konnte das bedeutende Werk Big Ben (2012) erworben werden, das Morris im Kontext ihrer Arbeit für die U-Bahn-Station „Gloucester Road“ in London entwickelt hat und das von der zur Ikone gewordenen Turmuhr der britischen Hauptstadt inspiriert ist. Zudem realisierte sie nach gleicher Komposition ein Poster für die Olympischen Spiele in London 2012.

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