Gesellschaft Freunde der Künste

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komplexe Historie einer Nachbarschaft

Ausstellung in Berlin: Tür an Tür Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte 23. September 2011 bis 9. Januar 2012

Gemeinsam mit dem Martin-Gropius-Bau Berlin erarbeitet das Warschauer Königsschloss die Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“, die vom 23. September 2011 bis 9. Januar 2012 in Berlin präsentiert wird. Die Ausstellung wird im Rahmen des internationalen Kulturprogramms der polnischen EU-Ratspräsidentschaft 2011 gezeigt.

Das Ausstellungsprojekt wird von einem wissenschaftlichen Beirat unter der Leitung von Prof. Władysław Bartoszewski inhaltlich begleitet. Chefkuratorin ist die polnische Kunsthistorikerin Anda Rottenberg, die bereits als Kuratorin zahlreicher international beachteter Ausstellungen und als langjährige Leiterin der Nationalgalerie für moderne Kunst Zachęta in Warschau tätig war.

Polen und Deutschland blicken auf eine gemeinsame, mehr als 1000-jährige Geschichte zurück. Die komplexe Historie dieser Nachbarschaft ist vor allem von politischen Ereignissen geprägt, welche kulturelle Gemeinsamkeiten der beiden Länder oft zu unrecht in den Hintergrund treten ließen. Gegenseitige Einflüsse zeigen sich in Kultur, Religion, Sprache und Wirtschaft.

Das deutsche und das polnische kulturelle Gedächtnis sind bisweilen von Emotionen und Vorurteilen bestimmt. Dennoch herrscht auf beiden Seiten der Oder Einigkeit darüber, dass vor 20 Jahren ein neuer Prozess des gegenseitigen Kennenlernens begonnen hat, der die Grundlage für eine beständige Freundschaft sein wird. Die Ratspräsidentschaft Polens bietet eine außergewöhnliche Gelegenheit, diesen wichtigen Dialog für Europa mit einer Ausstellung zu vertiefen. Zum ersten Mal wird die 1000-jährige Geschichte der wechselseitigen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland umfassend dargestellt.

In 19 Sälen, die das gesamte Erdgeschoss des Gebäudes einnehmen und eine Gesamtfläche von 3200 Quadratmetern umfassen, werden etwa 700 historische und zeitgenössische Exponate ausgestellt – darunter etwa 250 Gemälde, 30 Skulpturen, 60 Inkunabeln, 80 Handschriften und 60 Grafiken. Zusätzlich werden mehr als 60 Dokumente, 100 kunsthandwerkliche Objekte, 150 Fotografien, Filmmaterial und Bücher gezeigt. Auch Klangbeispiele, unter anderem von Arnold Schönberg, J.F. Telemann und J.S. Bach werden zu hören sein. Die Leihgaben sind Zeugnisse Polens und Deutschlands. Die Exponate stammen aus zahlreichen polnischen, deutschen und internationalen Museen und Sammlungen. Darunter befinden sich u. a. das National Museum in Warschau, das Kunstmuseum Łodz, das Victoria & Albert Museum in London und die Vatikanische Bibliothek.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Präsentation von Jan Matejkos Monumentalwerk „Preußische Huldigung“ aus dem Nationalmuseum in Krakau. Blicke in die Zukunft wagen auch zeitgenössische Künstler mit Auftragsarbeiten, die eigens für den Martin-Gropius-Bau kreiert werden.

Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm, das sich auch an Schüler und Studenten wendet, soll den kulturellen Austausch zwischen Polen und Deutschland fördern. Das Programm vermittelt Wissen und leistet einen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas und gegenseitigen Verständnis.

Kontakt

Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7
D - 10963 Berlin
T: 0049 (0)30 25486-0
F: 0049 (0)30 25486-107
E: post@gropiusbau.de
W: http://www.gropiusbau.de