Der ewige Traum vom Fliegen, die mythologisch verklärte Sehnsucht danach, die ganz konkrete technische Realisation und der Missbrauch der Idee ist eines der Themen des Malers und Performers Richard Rabensaat. Konkrete Ausformungen nahm der Traum nicht zuletzt im Luftkrieg und der Luftfahrtmedizin an, aus Luftschlössern wurden Ingenieursfantasien. Dies spiegelt Rabensaat in der Installation Daedalus/Strughold oder in der Performance Icarus.
Wie sich Hoffnungen, Enttäuschungen, Wünsche in Liebe, Gewalt, Hass und anderen Gefühlen artikulieren, untersucht der Maler mit verschiedenen Bilderserien. Für das Spannungsverhältnis zwischen Mann und Frau, eingespielte Rollenverhältnisse, die Genderdiskussion sucht der Künstler Bilder in Performances und Zeichnungen.
Der Satz vom Privaten, das per so politisch sei, formuliert Richard Rabensaat in der Performance wie ‚sleeping’. Diese thematisiert sowohl den Begriff des Schläfers, wie auch den biologischen Vorgang des Schlafens. Gebrochenes männliches Selbstverständnis hinterfragt er malerisch mit Variationen zu der zerbrochenen Statue eines griechischen Knaben und anderen Metaphern für Rollenbilder.
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