Gesellschaft Freunde der Künste

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kleinformatige Ein-Kanal-Projektionen

Ausstellung in Berlin: JACCO OLIVIER - NEUE VIDEOARBEITEN in der Galerie Thomas Schulte bis 12. März 2011

Jacco Olivier, sowohl Maler als auch Filmemacher, verbindet Malerei und bewegtes Bild zu kurzen mininaturhaften Animationsfilmen. Serien kleiner Gemälde, in offener Manier gemalt, werden immer wieder überarbeitet und bei jeder Entwicklungsstufe systematisch fotografiert. Die Filme, die aus diesem Verfahren hervorgehen, sind naturalistisch erfahrbar und zugleich rätselhaft. Indem sie kontinuierlich zwischen Abstraktion und Darstellung changieren, machen sie malerische Spuren und Entscheidungen sichtbar.

Jacco Olivier hat seine Filme als „nach einer Wahrheit und nach einer Art  Erlösung in der Farbe suchend“ beschrieben. Ihre Gemeinsamkeit beschränkt sich auf ihre klar strukturierte und zugleich komplexe Entstehungsweise. Olivier sieht sie als Fenster zu konvergierenden und oft elegant einfachen Alltagsmomenten: „Ich stelle mir vor, die Ausstellung dreht sich um einen Mann hinter dem Fenster seines Hauses, der sich die Dinge draußen ansieht und sie dabei mit seinen eigenen Erinnerungen und Wünschen vermischt. Mehr brauche ich nicht, damit das in meinem Kopf funktioniert, aber das ist nicht unbedingt etwas, was der Betrachter sieht oder auch nur sehen müsste.“

Bisher waren Oliviers Arbeiten meist kleinformatige Ein-Kanal-Projektionen von knappen, prägnanten narrativen Episoden in einer oft traumartigen Welt. Mit seinem siebenminütigen Film Whale, der in einer fast zwölf Meter breiten dreiteiligen Projektion aufgeführt wird, verließ er 2005 erstmals das kleine Format. In der aktuellen Ausstellung benutzt Olivier nun fast ausschließlich große und mittlere Bildformate und inszeniert so ein Environment, das auf den ersten Blick die Anmutung einer Gemäldeausstellung erweckt, deren Bilder ständig ihre Erscheinung wechseln und eine eigene, nur sie selbst betreffende Realität offenbaren.

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Jacco Olivier wurde 1972 in den Niederlanden geboren. Sein Studium an der Rijksakademie hat er 1998 abgeschlossen; er lebt und arbeitet in Amsterdam. Neben zahlreichen internationalen Ausstellungs- und Biennalebeteiligungen hat Olivier seit 2004 regelmäßig Einzelausstellungen in der Victoria Miro Gallery, London, in der Marianne Boesky Gallery, New York, und Galerie Thomas Schulte. In 2010 richtete die Blaffer Gallery and The Art Museum der Universität Houston und das CAB Centro de Arte de Caja de Burgos Olivier Einzelausstellungen aus. Zur Ausstellung im CAB ist ein Katalog erschienen, der über die Galerie Thomas Schulte erworben werden kann.

 

29. Januar – 12. März 2011

Öffnungszeiten                      

Dienstag bis Samstag                                   

12 bis 18 Uhr  und nach Vereinbarung                                                                                                       

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Galerie Thomas Schulte
Charlottenstraße 24
D-10117 Berlin

telefon: +49 (0)30 2060 8990
telefax: +49 (0)30 2060 89910

Opening Hours:
Tuesday to Saturday 12 a.m. to 6 p.m.
and by appointment

mail@galeriethomasschulte.de
www.galeriethomasschulte.de