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verschiedene künstlerische Medien

Ausstellung in Berlin: Emil Holmer - Donkey Embrace - eine Serie von neuen Bildern

Im letzten Jahr schuf Holmer basierend auf einer Reihe von experimentellen Holzschnitten, die nach dem Druck teilweise übermalt und collagiert wurden, eine Serie von neuen Bildern.

Ausstellung in Berlin

Holmer scheint die Leinwand als Spielfeld zu benutzen, auf dem sich verschiedene künstlerische Medien wie Acryl-, Sprayfarbe und Collage zu einem Kräftemessen begegnen. Schwungvoll, wild und schrill treten einem die ungefähr 160 x 220 cm großen Bilder entgegen. Bereits seine früheren Arbeiten standen auf der Schwelle zwischen einem Rest an Figuration und der Abstraktion. Mit den neuen Werken geht er einen Schritt weiter in Richtung der Auflösung des Motivs.

Die wenigen gegenständlichen Elemente konzentrieren sich auf die eingefügten Collagen oder verzerrten Details von digital bearbeiten Drucken oder Fotografien. Holmer verzichtet zudem gänzlich auf gemalte Schrift, die zuvor eine wichtige Rolle in seinen Bildern inne hatten. In der neuen Serie kommt Holmers Formensprache insgesamt in einer reduzierteren Gestalt zur Geltung. Die Bilder sind weniger gedrängt, freier in der Komposition. Sie verlieren dadurch aber keineswegs an Intensität, im Gegenteil sie gewinnen davon.

Das motivische Vokabular des Künstlers bezieht er u.a. aus Comics, Volksmusik Platten Covern und Graffiti. Vervielfältigung und Wiederholung, ein Charakteristikum beider Medien, setzt auch Holmer bei seinen Arbeiten ein. Die eingefügten Collagen bilden vielfach eine angedeutete Bildergeschichte und lösen sich von der restlichen Komposition ab. Sie fungieren als wiederkehrendes Erkennungsmerkmal genauso wie die intensiven, kraftvollen und bunten gesprayten Linien, die sich wie ein Leitfaden durch die Serie ziehen.

Nicht nur die Wahl der Sprayfarbe erinnert an Graffiti, sondern auch die Überlagerung der Farbschichten und Bildelemente. Holmer hält am Medium der Malerei fest, dessen Grenzen und Bedeutung es auszukundschaften gilt. Er experimentiert mit der Fläche, der Komposition und der Materialität sowie der Form und Farbe, auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen und einer eigenen Legitimation des Mediums Malerei. Seinen Arbeitsprozess vergleicht er mit dem Antreten einer Reise dessen Ziel er noch nicht kennt, was sowohl etwas Aufregendes als auch Gefährliches beinhaltet.

Freunde der Kunst

Text: Teresa Vena, Galerie Michael Janssen

n.borgmann@galeriemichaeljanssen.de