Vom 13. Mai bis 3. Juni 2011 präsentiert das CAM Casoria | Contemporary Art Museum im Kunsthaus Tacheles die Ausstellung MAY BE | CAM in Berlin. Die vom Goethe Institut Neapel unterstützte Ausstellung wird von Antonio Manfredi kuratiert und von Barbara Fragogna organisiert.
Die Vernissage findet am Freitag, den 13. Mai 2011, und anlässlich des Internationalen Museumstages 2011 am Sonntag, den 15. Mai 2011, statt.
Die Präsentation widmet sich mittels einer außergewöhnlichen Rauminstallation der möglichen Unterwanderung von Mafiaorganisationen in Deutschland, und basiert auf tatsächlich stattgefundenen Ereignissen.
In der Neuen Galerie des Tacheles begegnen dem Besucher zunächst auf Bannern gedruckte Fotografien von scheinbar ganz normalen Menschen, wie man sie täglich auf Berlins Straßen antreffen könnte. Jedoch handelt es sich bei den Köpfen dieser Personen um Flüchtlinge aus dem Untergrund der Mafia, Camorra und `Ndrangheta, gegen die allesamt ein internationaler Haftbefehl vorliegt.
Das Bild vom angeblich gewöhnlichen Passanten spiegelt bereits eine Warnung an die Menschen in Deutschland wider: They could live in Germany – Sie könnten in Deutschland leben.
Desweiteren werden in der Sprache der zeitgenössischen Kunst einige charakteristsiche Elemente der organisierten Kriminalität Italiens, insbesondere Neapels, aufgegriffen und analysiert. So zeigt die Fotografie von Fulvio Di Napoli zwei Kinder, die ein gleichaltriges Mädchen mit einer Pistole bedrohen.
Dabei steht es, die Augen verbunden, mit dem Gesicht zur Wand. Die Szene einer typischen Abrechnung der Camorra. Es scheint als hätten diese Kinder die gewalttätige und bedrohende Ausübung der Macht verstanden, die ihnen in der Welt der Erwachsenen vorgelebt wird.
Die neapoitanische Künstlerin Monica Biancardi ist mit einer riesigen Fotografie
vertreten. Das Portrait zeigt eine Frau, die um die Opfer der Camorra weint, während ihr Gesicht verschleiert und somit nicht zu erkennen ist.
Stella Manfredi widmet ihre Musik, die zur Ausstellungseröffnung gespielt wird, Gelsomina Verde. Diese war eine Frau, die gefoltert, getötet und anschließend verbrannt wurde, weil sie in ihrer Vergangenheit mit einem Mann liiert war, der seinen Clan verließ.
Sebastiano Deva arrangiert Gegenstände, Videos und und Fotos zu einem Gesamtwerk, das die kriminelle Welt mit ihrer fragwürdigen Anschauung von Religiösität und Sexualität sowie ihrer durchtriebenden und zerstörenden Machtausübung gegenüber ihren Opfern veranschaulicht.
Voller Hoffnung erscheint hingegen die zarte Momentaufnamhe des Künstlers Mario Spada, die ein kleines Mädchen mit einem Spielzeug-Handy zeigt. Hier wird eine neue Einstellung im Kampf gegen die Kriminalität ersichtlich.
Dieser Hoffnungsschimmer ergänzt sich mit den poetischen Aufnahmen des nächtlichen Neapels. Sergio Riccio lässt in ihnen den Charme dieser Stadt sprechen, die einen jeden trotz der Kriminalität faszinieren und verzaubern kann.
„MAY BE | CAM IN BERLIN – They could live in Germany“
Vernissage:
13. Mai 2011 | 19 Uhr
15. Mai 2011 | Internationaler Museumstag
Ausstellung:
Vom 13. Mai bis 3. Juni 2011
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Samstag | 16:00 – 20:00 Uhr
Ausstellungsort:
Neue Galerie (4.OG)
Kunsthaus Tacheles
Oranienburger Str. 54-56a
10117 Berlin Mitte
Linda Cerna
(0171 9293900
office@tacheles.de)
Kunsthaus Tacheles
Oranienburger Str. 54-56a
D-10117 Berlin
Tel. +49 (0)30 28 26 185
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