Wenn die kybernetischen Codes mit ihren informatischen und digitalen Vorgängen nunmehr das obligatorische Medium der neuen Kunstsprachen geworden sind, drängt die Arbeit von Ayis Zita über ihre instrumentale Dimension hinaus, um formative Prozesse, also die sogenannte “innere” Phänomenologie, aufzuzeigen.
Auf besondere Weise “beschreibt” der griechische Künstler ein Zahlenuniversum und läβt daraus eine Art Allegorie entstehen, indem er vor allem die Gleichwertigkeit zwischen Zeichen-Zahl-Impuls festlegt. Gemalt oder dreidimensional geht daraus eine Grundschrift hervor, die ausschlieβlich aus geradlinigen Segmenten besteht, die sich anziehen, sich zusammensetzen und sich durchdringen, so als ob in fortwährender Entwicklung eine Art Mikado gebildet wird.
Wie man ein schillerndes Mantra schafft schlägt eine Kreuzung-Verschmelzung zwischen dem numerisch-Unendlichen informatischer Prozesse und dem geistig-Unendlichen hinduistischer und buddhistischer Mystizismusgedanken vor, wobei in der Wiederholung ihre gemeinsame Triebkraft bestimmt wird. Man darf nicht vergessen, daβ der Begriff Mantra heute sehr häufig im Busineβ - und Kommunikationsbereich verwendet wird, um eine besonderes Ziel zu definieren.
Dies geschieht analog zur mystischen Praxis, die es erlaubt, sich von der mit den Sinnen wahrnehmbaren Welt zu entziehen, um mit dem Kosmos in Einklang zu kommen und ein höheres Ziel zu verfolgen: Eine spirituelle Verwandlung.
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Letizia Fiori
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