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Ausstellung in Berlin: Anders Kjellesvik - Über Ende und Anfang - eine kontinuierliche malerische Dokumentation des Selbst

Kjellesvik’s künstlerische Praxis ist eine kontinuierliche malerische Dokumentation des Selbst.

Ausstellung in Berlin

Mit dünnen, flüchtigen Lasuren mit Öl und Acrylfarbe auf Leinwand oder Holz, verknüpft er Erinnerungen aus seinen Reisen, Begegnungen mit Menschen und visuelle Eindrücke. Eine gezielte Farbpalette - von tiefem Lila zu leuchtendem Blau und Grüntönen verbindet Eindrücke aus der Natur, Alltags-Situationen, Interieurs, Dinge und menschliche Figuren. Immer auf der Grenze zwischen Realismus und Abstraktion, verschmelzen Leerstellen und ambivalente Räume in den Arbeiten. Informelle Porträts von Freunden und Bekannten in ihrem privaten Bereich, oder ihrer natürlichen Umgebung, changieren zwischen intimen und distanziertem Blick. So gleichen die Arbeiten visuellen Echos dieser Erinnerungen und Eindrücke; zusammen betrachtet werden sie zu autonomen Erzählungen.

Diese Geschichten erzählen von Vereinzelung bis hin zu Vielfältigem. Tree Called Nowhere, basierend auf einer Bleistiftskizze eines einsamen Gewächses, stellt eine einzelne Palme dar, deren Stamm inmitten einer fließenden Mischung aus Land und Wasser zu wurzeln scheint. Hovedøya - inspiriert durch die performativen Aspekte des französischen "Tableau Vivant" (lebendes Bild) und dem deutschen "Freiluft - Theater" (Freilichtbühne ) – stellt fünf Menschen dar, die sich gerade anziehen. Diese Momentaufnahme stammt von einer Reise mit Freunden zu der kleinen Insel Hovedøya, außerhalb von Oslo. Andere Arbeiten zeigen etwa eine Waldsiedlung aus Zelten und Plastikplanen, basierend auf einem Übergangslager für Obdachlose in Nordmarka, Norwegen, oder einen Freund des Künstlers bei der Beobachtung der Natur.

Freunde der Kunst

Die Abstraktion der figürlichen Motive zeigt eine poetische Reflexion der persönlichen Reisen und wird oft von schnellen und transparenten Pinselstrichen gekennzeichnet. Eine Kombination aus deformierten Landschaften, zersplitterten geometrischen Formen und gewundenen Kurven verleiht den Arbeiten eine traumhafte Qualität und lösen ein Gefühl von Fernweh aus.

14. Februar - 14. März

n.borgmann@galeriemichaeljanssen.de