Obwohl sich die Kunst von Edgar Degas einer grossen Beliebtheit erfreut, beschränken sich die Ausstellungen zumeist auf seine impressionistische Schaffensphase (um 1870 –1885) oder auf Einzelaspekte seines OEuvre. Die über 150 Werke umfassende Ausstellung der Fondation Beyeler greift alle Themen und Motive auf, die prägend für Degas’ Spätwerk waren – faszinierende Darstellungen von Tänzerinnen und weiblichen Akten, von Jockeys und Rennpferden sowie überraschende Landschaften und Porträts.
Dabei werden alle Medien, derer sich Degas bedient hat, miteinbezogen: Malerei, Pastell, Zeichnung und Druckgrafik ebenso wie Skulptur und Fotografie. Degas, der wie kein anderer Künstler seiner Zeit mit einer Vielzahl künstlerischer Ausdrucksformen experimentierte, hat sein sinnliches, farblich entfesseltes Spätwerk in einem obsessiven Rausch geschaffen, in dem sich Gegenwart und Vergangenheit, Gesehenes und Erinnertes unauflösbar durchdringen.
Die Ausstellung vereinigt Meisterwerke aus Sammlungen wichtiger europäischer, nordamerikanischer und asiatischer Museen. Von besonderer Bedeutung sind auch die zahlreichen Leihgaben aus renommierten Privatsammlungen. Es handelt sich dabei oftmals um Werke, die seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich zu sehen waren.
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