Das Cartoonmuseum Basel feiert sein 30-jähriges Bestehen mit zwei Ausstellungen: «Hurzlmeier. Meisterwerke der komischen Periode» zeigt die grossformatigen Gemälde des international bekannten deutschen Künstlers erstmals in der Schweiz. «Frisch gestrichen» präsentiert eine Auswahl von Kunstparodien aus der eigenen Sammlung und wird von einer Publikation begleitet.
Rudi Hurzlmeier, 1952 im niederbayrischen Kloster Mallendorf geboren, lebt heute in München als Maler, Zeichner, Cartoonist und Autor. Hurzlmeier ist ein Begründer und Hauptvertreter der komischen Malerei. In seinen Gemälden spielt er virtuos mit der Diskrepanz zwischen seiner altmeisterlichen Malweise und komischen, oft absurden, manchmal makabren Motiven. Vom Akt über die Landschaft, das Historienbild und das Porträt bis hin zum Stillleben ist kein Genre der klassischen Malerei gegen seinen ikonoklastischen Zugriff gefeit. Indem er konsequent die Klischees und Erwartungen unterläuft, löst er beim Betrachter eine erheiternde Irritation aus.
Vor den spitzen Federn der humoristischen Zeichner ist niemand sicher. Kunstwerken geht es da nicht besser. Je höher der Sockel, auf dem sie stehen, desto grösser die Lust, daran zu wackeln.
Es gibt Cartoonisten, die nicht davor zurückschrecken, Meisterwerke zu übermalen, aber die richtig unverfrorenen tummeln sich in der Königsdisziplin der Kunstsatire – der Kunstparodie.
Dieter Burckhardt, der Gründer und Stifter des Museums, war der Kunstsatire sehr verbunden und hat sie intensiv gesammelt. Diese reizvolle Gattung ist deshalb besonders oft und mit aussergewöhnlichen Werken in der Sammlung des Cartoonmuseums vertreten. Die Jubiläumsausstellung zeigt eine Auswahl dieser Arbeiten im Cartoonforum. Sie wird von einer gleichnamigen Publikation mit 30 Postkarten begleitet.
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St. Alban–Vorstadt 28
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Fon +41 (0)61 226 33 6061info@cartoonmuseum.ch
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