Im September dürfen Sie sich neben der bereits laufenden Ausstellungen
"KALEIDOSKOP. HOELZEL in der Avantgarde" und "BEN WILLIKENS. Licht und
Dunkel" auf die Eröffnung einer neuen "Frischzelle" am 18. September, 19
Uhr, freuen. Das Kunstmuseum Stuttgart stellt als elften Künstler in der
jungen Ausstellungsreihe Nasan Tur vor. Mit kritischem Humor lotet der
35-jährige Deutsche türkischer Herkunft die Grenzen zwischen 'privat' und
'öffentlich' aus und setzt auf die Verschränkung von Museum und städtischem
Raum. Lassen Sie sich überraschen!
Zur Hölzel-Ausstellung findet am 2. September, 17 Uhr, ein Künstlergespräch
mit Götz Lemberg, dem Gestalter des Schriftzugs "L-I-C-H-T" an der Fassade
des Kunstmuseum Stuttgart, statt. Am 9. September, 16 Uhr, unterhalten sich
im "Musikfestcafé III" unter dem verheißungsvollen Titel "Kreise und
Spiralen" Ellen Freyberg von der Internationalen Bachakademie Stuttgart und
Daniel Spanke, Kurator der Ausstellung "KALEIDOSKOP", über die enge
Verbindung Adolf Hölzels zur Musik.
Außerdem möchten wir Sie auf die Kuratorenführung mit Sabine Gruber durch
die Ausstellung "BEN WILLIKENS. Licht und Dunkel" am 4. September, 18 Uhr,
aufmerksam machen. Am 23. September, 19 Uhr, wird schließlich Renate
Wiehager, Leiterin der Daimler Kunst Sammlung, unter dem Motto "Strittig zu
sein ist die Qualität der Qualität" mit Ben Willikens und dem
Kunsthistoriker Walter Grasskamp ins Gespräch kommen.
FRISCHZELLE_11: Nasan Tur
19. SEPTEMBER - 13. DEZEMBER 2009
Wenn sich Nasan Tur mit einem »türkischen« Schnauzbart ablichten lässt, um das Foto anschließend in seinem deutschen Personalausweis zu verwenden, spielt er mit Identitätsfragen und Ausländer-Klischees. Gleichzeitig thematisiert der in Offenbach geborene Künstler aber auch das Demokratieverständnis eines Landes, in dem alles Fremde zunehmend unter Verdacht steht. Wie geht man damit um? Zivilen Ungehorsam leisten?
Auf die Straße gehen und Fahnen schwingen? Genau das bietet Nasan Tur als Serviceleistung an: Er stellt Rucksäcke bereit, die mal mit Rednerpult und Mikrofon, mal mit Demobanner und Sturmmaske bestückt, auf potenzielle Benutzer warten. Er selbst greift zur Spraydose und fordert »Time for Revollusion« – eine abgedroschene Parole, die bei Passanten nur ein müdes Lächeln hervorruft, zumal sie Rechtschreibfehler aufweist.
Im Rahmen der elften »Frischzelle« im Kunstmuseum Stuttgart dürfen wir uns auf eine neue Intervention des 34-jährigen Künstlers freuen.
Möglich wurde Projekt durch die Förderung des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG. Wir danken herzlich dafür!
Monika Köhler
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH
Kleiner Schlossplatz 13
70173 Stuttgart
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