Frank Stella (geb. 1936) ist einer der letzten lebenden Heroen der amerikanischen Malerei aus der
Zeit der 1950er- und 1960er-Jahre. Auch Stellas jüngere Arbeiten offenbaren seine immer wieder
aufs Neue überzeugenden Wege in die Abstraktion. Mit einem Paukenschlag eroberte der kaum
zwanzigjährige Künstler bereits 1959 die New Yorker Szene: Seine großen Black Paintings verschärften
nicht nur die Auseinandersetzung mit dem Minimalismus in der Malerei, sondern bereiteten
auch den »Ausstieg aus dem Bilde in den Raum« vor.
Anders als seine Zeitgenossen schlug Stella jedoch einen völlig eigenen Weg ein, der ihn zu immer opulenteren, barockeren Reliefs führte. Mit der Wendung »vom Minimalismus zum Maximalismus« wurde Frank Stella zu einem der prägenden Künstler des 20. Jahrhunderts, dem das Kunstmuseum Wolfsburg mit etwa 60 meist großformatigen Werken und 30 Arbeiten auf Papier eine umfassende Retrospektive widmet. Sie bildet den Schlussstein für den internationalen Reigen der Präsentationen, mit denen der 75. Geburtstag des Künstlers gewürdigt wird.
Bild
Rita Werneyer
Leiterin Kommunikation und Visuelle Bildung
Kunstmuseum Wolfsburg
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Frank Stella, Sammlung Froehlich, Stuttgart, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012, Foto: Marek Kruszewski