In den 1960er Jahren begann der Schweizer Künstler Dieter Roth mit Nahrungsmitteln zu experimentieren: Wurstscheiben, Schokolade oder Gewürze wie Anis dienten ihm als Material für seine Kunstobjekte. Zeitgleich gestaltete sein Landsmann Daniel Spoerri so genannte »Fallenbilder«, in denen er die Reste einer Mahlzeit auf einem Träger fixierte und wie ein Gemälde an die Wand hängte. Spoerri war es auch, der den Begriff »Eat Art« prägte: eine Bezeichnung für Kunst mit und aus Essbarem.
Ausgehend vom Sammlungsschwerpunkt Dieter Roth, präsentiert das Kunstmuseum Stuttgart anhand von Objekten, Installationen und Filmen die Verwendung von Lebensmitteln in der Kunst von Ende der 1960er Jahre bis heute. Neben Dieter Roth, Daniel Spoerri, Joseph Beuys, Roy Lichtenstein und Gordon Matta-Clark, die sich mit den existenziellen wie sinnliche Aspekten des Essens und Kochens befassen, kommen in der Ausstellung auch jüngere Künstlerinnen und Künstler zu Wort: Sonja Alhäuser, Anya Gallaccio, Mika Rottenberg, Thomas Rentmeister, Zeger Reyers oder Shimabuku reflektieren in ihren Werken die Produktion, Verwertung und den Konsum von Lebensmitteln in einer globalisierten Gesellschaft. Parallel zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm rund um das Thema Essen und Kunst statt.
Kunstmuseum Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 1
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