Aussehen, Atmosphäre, Lebensstil – sind Beurteilungskriterien einer Stadt, die ihrem gut organisierten Funktionieren an Bedeutung nicht nachstehen. Architektur, Plätze, Wege-
systeme, Lichteffekte ... markieren urbane Gestaltungsinstrumente, die auf Bildentwürfen beruhen und selbst wiederum Bilder hervorbringen. Diese Bilder gelten als symbolische Indikatoren für Vitalität und strukturelle Wandlungsfähigkeit einer Stadt und qualifizieren sie am Markt der Städte. Sie überzeichnen Oberflächen, verflachen Komplexität und können neue Wirklichkeiten eines Ortes konstruieren, die prägender als dessen Realität sind.
Wer ist eigentlich verantwortlich für die Erfindung solcher Bilder? Und welche Rolle spielt die zeitgenössische Kunst in diesem Zusammenhang, zumal Bildproduktion doch eine künstlerische Praxis ist? - Kurz: Welche Wirkung hat Stadt auf die Kunst? - umgekehrt: Welchen Bild erzeugenden Einfluss übt Kunst auf die Stadt aus, der mehr als Dienstleistung, Event oder Stolperstein sein kann? Fragen, denen Does City/Münster matter? mit Blick auf zukünftige Gestaltungsprozesse in Münster nachgeht – einer Stadt, deren besondere visuelle Qualität bereits mit dem Wiederaufbau nach einer bildhaften Vorstellung des Vorkriegszustandes angelegt ist.
Sind Politiker/Stadtplaner in ihren Entscheidungen durch Kunst beeinflussbar? Kann Kunst Katalysator für die Entwicklung einer wirklichen Neustrukturierung der städtischen Umgebung sein und die Bilder der Stadt verändern? - wenn ja: Was könnte Münster werden?
Does City/Münster matter? versteht sich als ein Plädoyer für die Auseinandersetzung mit Kunst und stellt scharf auf ihr einzigartiges Potential des Autonomen, Nicht-Funktio-nalen im freien Spiel mit Eindrücken und Erlebnissen des Alltags. Ziel ist, die Wechselbeziehung von Bild und Stadt, von struktureller Planung und Kunst im Allgemeinen am Beispiel einer musealen Inszenierung herausragender künstlerischer Arbeiten in der AzKM Ausstellung ins Verhältnis zu setzen zur Wirklichkeit der Stadt: im Dialog mit der Architektur in der Veranstaltungsreihe "Denkräume" an ungewöhnlichen Orten, in der Brennweite des globalen Urbanismusdiskurses im Symposium: "Die kreative Stadt?" und letztlich aus der subjektiven Sicht eines jeden Besuchers der AzKM.
Künstler der Ausstellung: Diana Al-Hadid, Koen van den Broek, Martin Kobe, Klaus Lutz, Lutz & Guggisberg, Paul Noble, Toby Paterson, Manfred Pernice, David Thorpe, Ina Weber
Geleitet von einzelnen Beiträgen der Ausstellung werden in den „Denkräumen“ renommierte Stadtplaner, Architekten und Wissenschaftler Prozesse der Bildproduktion in der Stadtentwicklung erörtern und künftige Bilder entwickeln – auch für Münster.
Denkraum / Welt - 26.10.2010, 19.30 Uhr
Planetarium, LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, Münster
Denkraum / Landschaft -11.11.2010, 19.30 Uhr
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Aula, Dieckmannstraße, 141, Münster
Denkraum / Siedlung - 25.11.2010, 19.30 Uhr
Deutsche Rentenversicherung, Konferenzsaal, Gartenstraße 123, Münster
Denkraum / Wahrnehmung - 27.1.2011, 19.30 Uhr
Stadthaussaal, Rathausinnenhof, Platz des Westfälischen Friedens, Münster
Denkraum / Transformation - 10.2.2011, 19.30 Uhr
Städtische Bühnen, Kleines Haus, Neubrückenstraße 63, Münster
Denkraum / Interventionen - 24.2.2011, 19.30 Uhr
AZKM, Hafenweg 28, Münster
Symposium / "Die kreative Stadt?" – März 2011
Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster
Hafenweg 28 – Speicher II – 48155 Münster | Tel: 0251-492-41 00
Fax: 0251-492 77 52 | www.muenster.de/stadt/ausstellungshalle
Kontakt AzKM: kulturamt@stadt-muenster.de
Telefon während der Öffnungszeiten in der AzKM 674 46 75
Presse : Verena Voigt PR | kontakt@verena-voigt-pr.de
0163 161 16 69 _ www.verena-voigt-pr.de
Öffnungszeiten: Di-Fr: 14-19 Uhr, Sa/So: 12-18 Uhr
Führungen: jeden 1. und 3. Samstag im Monat, 15-16 Uhr
Let’s talk about art – Kunstgespräche: jeden Sonntag, 16-18 Uhr
Die Ausstellungshalle bleibt am 24./25. Dez. und am 31.Dez./1. Jan. geschlossen.

