Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

ein Plädoyer für die Auseinandersetzung mit Kunst

Ausstellung: Does City/Münster matter? Zum Verhältnis von Bild und Stadt vom 2. Oktober 2010 bis 24. Februar 2011

Aussehen, Atmosphäre, Lebensstil – sind Beurteilungskriterien einer Stadt, die ihrem gut organisierten Funktionieren an Bedeutung nicht nachstehen. Architektur, Plätze, Wege-

systeme, Lichteffekte ... markieren urbane Gestaltungsinstrumente, die auf Bildentwürfen beruhen und selbst wiederum Bilder hervorbringen. Diese Bilder gelten als symbolische Indikatoren für Vitalität und strukturelle Wandlungsfähigkeit einer Stadt und qualifizieren sie am Markt der Städte. Sie überzeichnen Oberflächen, verflachen Komplexität und können neue Wirklichkeiten eines Ortes konstruieren, die prägender als dessen Realität sind.

Wer ist eigentlich verantwortlich für die Erfindung solcher Bilder? Und welche Rolle spielt die zeitgenössische Kunst in diesem Zusammenhang, zumal Bildproduktion doch eine künstlerische Praxis ist? - Kurz: Welche Wirkung hat Stadt auf die Kunst? - umgekehrt: Welchen Bild erzeugenden Einfluss übt Kunst auf die Stadt aus, der mehr als Dienstleistung, Event oder Stolperstein sein kann? Fragen, denen Does City/Münster matter? mit Blick auf zukünftige Gestaltungsprozesse in Münster nachgeht – einer Stadt, deren besondere visuelle Qualität bereits mit dem Wiederaufbau nach einer bildhaften Vorstellung des Vorkriegszustandes angelegt ist.

Sind Politiker/Stadtplaner in ihren Entscheidungen durch Kunst beeinflussbar? Kann Kunst Katalysator für die Entwicklung einer wirklichen Neustrukturierung der städtischen Umgebung sein und die Bilder der Stadt verändern? - wenn ja: Was könnte Münster werden?

Does City/Münster matter? versteht sich als ein Plädoyer für die Auseinandersetzung mit Kunst und stellt scharf auf ihr einzigartiges Potential des Autonomen, Nicht-Funktio-nalen im freien Spiel mit Eindrücken und Erlebnissen des Alltags. Ziel ist, die Wechselbeziehung von Bild und Stadt, von struktureller Planung und Kunst im Allgemeinen am Beispiel einer musealen Inszenierung herausragender künstlerischer Arbeiten in der AzKM Ausstellung ins Verhältnis zu setzen zur Wirklichkeit der Stadt: im Dialog mit der Architektur in der Veranstaltungsreihe "Denkräume" an ungewöhnlichen Orten, in der Brennweite des globalen Urbanismusdiskurses im Symposium: "Die kreative Stadt?" und letztlich aus der subjektiven Sicht eines jeden Besuchers der AzKM.

 

Künstler der Ausstellung: Diana Al-Hadid, Koen van den Broek, Martin Kobe, Klaus Lutz, Lutz & Guggisberg, Paul Noble, Toby Paterson, Manfred Pernice, David Thorpe, Ina Weber

 

Geleitet von einzelnen Beiträgen der Ausstellung werden in den „Denkräumen“ renommierte Stadtplaner, Architekten und Wissenschaftler Prozesse der Bildproduktion in der Stadtentwicklung erörtern und künftige Bilder entwickeln – auch für Münster.

 

Denkraum / Welt - 26.10.2010, 19.30 Uhr

Planetarium, LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, Münster

 

Denkraum / Landschaft -11.11.2010, 19.30 Uhr

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Aula, Dieckmannstraße, 141, Münster

 

Denkraum / Siedlung - 25.11.2010, 19.30 Uhr

Deutsche Rentenversicherung, Konferenzsaal, Gartenstraße 123, Münster

 

Denkraum / Wahrnehmung - 27.1.2011, 19.30 Uhr

Stadthaussaal, Rathausinnenhof, Platz des Westfälischen Friedens, Münster

 

Denkraum / Transformation - 10.2.2011, 19.30 Uhr

Städtische Bühnen, Kleines Haus, Neubrückenstraße 63, Münster

 

Denkraum / Interventionen - 24.2.2011, 19.30 Uhr

AZKM, Hafenweg 28, Münster

 

Symposium / "Die kreative Stadt?" – März 2011

 

 

Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster

Hafenweg 28 – Speicher II – 48155 Münster | Tel: 0251-492-41 00

Fax: 0251-492 77 52 | www.muenster.de/stadt/ausstellungshalle

Kontakt AzKM: kulturamt@stadt-muenster.de

Telefon während der Öffnungszeiten in der AzKM 674 46 75

Presse : Verena Voigt PR | kontakt@verena-voigt-pr.de

0163 161 16 69 _ www.verena-voigt-pr.de

 

Öffnungszeiten: Di-Fr: 14-19 Uhr, Sa/So: 12-18 Uhr

Führungen: jeden 1. und 3. Samstag im Monat, 15-16 Uhr

Let’s talk about art – Kunstgespräche: jeden Sonntag, 16-18 Uhr

 

Die Ausstellungshalle bleibt am 24./25. Dez. und am 31.Dez./1. Jan. geschlossen.