Gesellschaft Freunde der Künste

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Unbekümmert verbaut er den gesamten Motivplunder

Ausstellung am 23.1.2010 in Krefeld - Jan Muche - Ein großer Verwerter des visuellen Abfalls der Moderne

Am 23.01.2010 freuen wir uns außerordentlich, Sie herzlich zu unserer ersten großen Einzelausstellung von Jan Muche einzuladen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Werner Büttner und Albert Oehlen sowie einem Gespräch zwischen Jan Muche und Henrik Lakeberg.

Besuchen Sie uns am Abend des 23.01.2010, wir freuen uns auf Sie. Der Künstler wird anwesend sein. Jan Muche hat die Kartoffeln, das Schwarzbrot und das Rübenkraut schon im Haus, denn bald beginnt das Schnibbelskuchenbraten. Man will ja gestärkt sein für Krefeld.

Schließlich geht’s ums große Ganze. Das Unwahrscheinlichste muss als Wahres zum Stehen gebracht, die Bilder der Welt ebenbürtig gemacht, ihnen das zurückgegeben werden, was sie immer schon waren: verkappt mysteriös, anmutig und bezaubernd, verstörend oder was immer.

Jan Muche ist ein großer Verwerter des visuellen Abfalls der Moderne. Unbekümmert verbaut er den gesamten Motivplunder – Figuren, Architekturen, Zeitungsausschnitte, Fotos, Zitate und Werbeslogans – zwischen Politgroteske und Blasmusik, slawischem film noir, Konstruktivismus und Weltraumfantasien, Gropius’ Bauhaus, schnöden Baumarktkatalogen und Bikiniheftchen.

Stilbrüche gibt es zuhauf, aber wohlproportionierte. Nichts ist peinlich in dieser postungegenständlichen Garagenmalerei, sondern alles bildwürdig.Motivversätze, Farben und Formen, Zitate, Parolen und Haltungen behaupten und vergnügen sich auf’s Ausgelassenste (wie Schinkenspeck in heißer Pfanne). Jan Muche malt jegliche narrative Festlegung nieder, sprengt sie semantisch-syntaktisch in alle Richtungen auf.

Auf gelbster Untermalung halten sich seine ornamentalen, obskur formgebenden Vermusterungen – die ominösen Bänder, Friese, Fußbodenheizungsschlingen, farblohende Dreiecke, Tapeten, Globen und Farbfeldtexturen –, so dass das Unwirklichentrücktdekorative und selbst Jahrzehnte schöner Frauen geradezu zum härtesten Wirklichkeitsmesser werden. Galerie BörgmannSüdwall 5547798 Krefeld

Eröffnung: 23.01.2010, 20.00 – 23.00 Uhr
Ausstellungende: 06.03.2010

Im Stadtkern von Krefeld befinden sich die neuen Räume der Galerie Börgmann.

Das Domizil ist eine Stadtvilla aus dem Jahr 1889, welche detailverliebt und behutsam restauriert wurde.

Das junge, frische Programm findet überregionale Beachtung in Sammlerkreisen, da es zukunftsweisende, mutige Positionen filtert, unterstützt und diese erfolgreich im Kunstmarkt positioniert.

Dieses geschieht durch dauerhafte Akzente, welche durch ein dichtes Ausstellungsprogramm befördert werden.

Regelmäßig erscheinende Publikationen, Kataloge und Messebeteiligungen bilden den fruchtbaren Boden für eine erfolgreiche Arbeit, gemeinsam mit unseren Künstlern.

Unsere Kooperationen mit Kunstvereinen, Museen und befreundeten Galerien dynamisieren und schärfen zugleich das Portfolio und die Arbeit der Galerie.

Galerie Börgmann
Südwall 55
47798 Krefeld

Tel.: 02151 / 78109-90
Fax: 02151 / 78109-89

Tel.: 01 62 / 9 83 45 09
Email: info@galerie-boergmann.com

http://www.galerie-boergmann.com/8-0-impressum.html

links:

http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-939983-20-0

http://www.kh-berlin.de/index.php5?groupID=15&groupIDs=&personID=1424&Action=showGroupPerson

http://www.artnet.de/artwork/425538311/92324/jan-muche-vereingt.html