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Aufwind für Aufbau-Verlag nach dem Weihnachtsgeschäft

Auch Insolvenz und Eigentümerwechsel konnten den Erfolg des Berliner Aufbau Verlags nicht bremsen. Im Jahr 2008 hatte die Verlagsgruppe ein Umsatzplus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit habe er nach eigenen Angaben das "Krisenjahr" 2008 erfolgreich abgeschlossen.

 

Großen Anteil an den erfreulichen Zahlen hätten neben einem starken Weihnachtsgeschäft mit Hansjörg Schertenleibs "Das Regenorchester" auch die Taschenbucherfolge von Fred Vargas, Karl Olsberg, Deon Meyer und Kim Edwards gehabt. Für April kündigte Aufbau den neuen Roman von Fred Vargas mit dem Titel "Der verbotene Ort" an. Allein in Frankreich wurde er innerhalb weniger Monate mehr als 450.000 Mal verkauft.

 

Der Aufbau-Verlag wurde 1945 in Berlin gegründet und wuchs bald zum größten belletristischen Verlag in der DDR heran. Anfangs hatte er sich auf kommunistische und antifaschistische Literatur sowie russische Bücher und Klassikerausgaben spezialisiert. In den folgenden Jahrzehnten erweiterte sich das Verlagsprogramm unter anderem auf Werke der Weltliteratur, zeitgenössische osteuropäische Bücher und lateinamerikanische Titel.

 

2008 war der Aufbau Verlag eine Verlagsgruppe, zu der der Aufbau-Verlag, der Aufbau Taschenbuch Verlag, der Verlag Rütten & Loening, der Gustav Kiepenheuer Verlag (Leipzig) sowie Der Audio Verlag (DAV) gehörten. Am 30. Mai 2008 hatte er Insolvenz angemeldet und ihm Oktober übernahm ihn der Kaufmann Matthias Koch von dem bisherigen Verleger Bernd Lunkewitz. Im Februar zieht der Verlag vom Hackeschen Markt in Berlin-Mitte in ein Zwischendomizil in der Lindenstraße in Kreuzberg um. Der endgültige Verlagssitz soll dann ab Mitte 2010 das künftige Kreativzentrum am Berliner Moritzplatz sein.