Gesellschaft Freunde der Künste

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Marketing - Spannende Stories

Auf die Wirkung kommt es an, wie Coca-Cola und BMW es zeigen

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute drei aktuelle Marketing-Nachrichten für uns.

Lieber Herr Böhmer,

auf die Wirkung kommt es an. Eine kleine Geste kann ausreichen.Wie die von Coca-Cola. Die Marke hat in der Schweiz eine Million Menschen zu einer Coke in ihrem Lieblingslokal eingeladen. Und zwar über Gutscheine, die per Post in den Briefkästen landeten.

Oder die Science-Fiction-Podcasts von BMW. Spannende Stories erzählen en passant, wie die Mobilität der Zukunft aussehen wird.

Beide Ideen liefern nicht nur nutzwertigen, attraktiven Content.

Sie sind auch aus der Media-Perspektive clever gemacht. Coke nutzt für seine frohe Botschaft ausgerechnet Briefkästen. Die sind im Zuge der Digitalisierung zu kümmerlichen Kästchen verwaist und bergen oft nur noch Rechnungen, Finanzamtsbescheide und ähnlich trauriges Zeugs.

Coke zündet somit ein Lichtchen in der Dunkelheit. Und BMWs Podcasts säen die Markenbotschaftdort, wo der moderne Mensch ohnehin meist ist: Unterwegs. Wenn der Mensch nicht mehr ins Kino gehen kann, bringt man das Kino eben in die Köpfe.

Die beste Wirkung erzielen Ideen, die Kreation und Media kongenial miteinander verbinden.

Wo wir beim Thema Media sind, noch eine traurige und eine frohe Botschaft: Nach 30 Jahren interner Karriere verlässt Mediachefin Susanne Kunz Procter & Gamble.

Ein großer Verlust für den Konsumgüterkonzern. Die Managerin war im vergangenen Jahr zur W&V Media-Persönlichkeit des Jahres gekürt worden.

Damit sind wir schon bei der frohen Botschaft: Am Dienstag, den 30. Juni verleiht W&V zum 22. Mal den Deutschen Mediapreis. Und zum ersten Mal virtuell.

Rolf Schröter