Der Architektenwettbewerb für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal auf dem Berliner Schlossplatz hat begonnen. Als Standort wurde der Sockel des ehemaligen Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm I. auf der sogenannten Schlossfreiheit festgelegt. Geplant ist außerdem ein großes Dokumentationszentrum der europäischen Freiheitsgeschichte und der deutschen Herbstrevolution von 1989. Die Entwürfe für das Denkmal sollen zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9.11.2009 vorgestellt werden. Die Koordination des Wettbewerbs übernimmt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).
Bereits am 9. November 2007 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, dass die Bundesrepublik Deutschland zum Gedenken an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und an die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands ein Denkmal der Freiheit und Einheit Deutschlands errichtet. Dieses soll zugleich die freiheitlichen Bewegungen und die Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte in Erinnerung rufen und würdigen. Am 4. Dezember 2008 billigte der Bundestag die Eckpunkte der vorliegenden Wettbewerbsauslobung.
Das Denkmal für Freiheit und Einheit soll als nationales Symbol in der Mitte der deutschen Hauptstadt errichtet werden. Seine Aussagekraft und Wirkung sollen sich über die Form und Gestalt entfalten. Auf andere Städte, vor allem auf Leipzig, das eine herausragende Rolle bei der friedlichen Revolution spielte, soll Bezug genommen werden. Als Kostenobergrenze wird ein Betrag von 10 Millionen Euro.

