Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

"Von der Wand in den Raum in den Himmel"

Anläßlich seiner Ausstellung - 100 Stück limitierte, nummerierte und handsignierte Sonderausgabe von und über Heiko Zahlmann

 

"Ist das von diese Kunstwerke oder normal?" – Der künstlerische Werdegang des Hamburgers Heiko Zahlmann ist nicht nur geprägt durch solch grammatikalisch beeindruckende Fragen von Passanten, sondern vor allem durch die intensive Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum, der Architektur der Stadt, deren Oberflächen und Formen.

Anläßlich seiner Ausstellung "Von der Wand in den Raum in den Himmel" in der Hamburger Galerie Borchardt (zu sehen bis 22. Mai 2010) präsentiert Heiko Zahlmann gemeinsam mit dem Magazin GUDBERG for Art, Graphic Design & Photography und Paperlux eine besonders aufwendig gestaltete Sonderausgabe des legendären Kunstblatts.

Das unabhängige Magazin präsentiert seit 2007 monothematische Ausgaben, die sich mit dem befassen, was die visuelle Kultur aktuell bewegt. Kuratiert durch GUDBERG entstehen viermal jährlich und in Kooperation mit internationalen Künstlern (wie etwa Arne Quinze, Christo und Jeanne-Claude, Banksy, The London Police, Heiko Zahlmann, VIA Grafik, DAIM, Fernanda Cohen, Lucy and Bart oder James Gallagher) auf Papier gebrachte Ausstellungen, die nicht nur einladen auf einen Spaziergang zu den außergewöhnlichsten und ereignisreichsten Kunst-Szenen dieser Welt, sondern auch ein Forum für Künstler und kreatives Potential bilden.

Nicht zuletzt deshalb besitzt das GUDBERG Magazin heute bereits Kult-Status und wird selbst wie ein Kunstwerk zum begehrten Sammel-Objekt.

So auch die auf 100 Stück limitierte, nummerierte und handsignierte Sonderausgabe von und über Heiko Zahlmann, die durch ein aufwendiges Druckverfahren und eine besondere Papiergravur von Paperlux ein Werk abgeben, das Kunstfreunde, Papierliebhaber und Sammler gleichermaßen begeistern wird.

Ganz ohne große Worte spricht auch hier die Kunst für sich – durch einen einzigen zentralen Satz, der sich ungebrochen von Seite zu Seite zieht: "Ist das von diese Kunstwerke oder normal?" – ein Satz, zusammengesetzt aus den für Zahlmann charakteristischen Lettern-Strukturen, die beginnen, sich als eine ungebrochen Reihe an dreidimensionalen Formen und Fonts im Raum zu verlieren.

Die einzelnen, wenngleich ineinander übergehenden Strukturen und Oberflächen erinnern dabei weniger an klassische Graffiti-Buchstaben als an Konzept-Kunst und verstehen es genau, als "Graffiti ohne Graffiti" den Raum für sich zu erobern.

Eine Eroberung, die bereits in den 1980er Jahren begann. Dort finden Heiko Zahlmanns gestalterische Wurzeln ihren Ursprung, genauer gesagt: Im Graffiti, mit dem er einst abweisendem Beton Farbe verlieh und der Tristesse der Stadt Leben einhauchte.

Schon immer beschäftigte sich der Hamburger sich intensiv mit Strukturen, Buchstaben und Oberflächen – zunächst durch den Gebrauch von Farben und der Sprühdose, mit deren Hilfe er ganze Stadtteile gestaltete und vielerorts mit seinen Projekten im öffentlichen Raum für Aufmerksamkeit sorgte.

So beispielsweise mit dem „höchsten Graffiti der Welt“, das ihm einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde brachte. Oder aber als Teil des Künstler-Kombinats „getting-up“ sowie Mitveranstalter der legendären „Urban Discipline“-Ausstellungen.

Genau dort, in der Stadtwüste, hat Heiko Zahlmann seine Beobachtungsgabe für den urbanen Alltag, aber auch das schnelle Arbeiten im öffentlichen Raum gelernt. Eine Arbeitsweise, die er sich bis heute erhalten hat, wenngleich seine heutigen Werke deutlich konzeptioneller und minimalistischer wirken.

Bereits um 2005 herum begann Zahlmann, mehr und mehr auf Farben und gemalte Effekte – bei denen Dreidimensionalität häufig nur imitiert wird – zu verzichten. Neuer Fokus seiner Kunst wurde die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum und seiner Architektur, der Oberfläche des Urbanen.

Statt monumentaler Wandbilder entstanden nun tatsächlich plastische Objekte: Skulpturen aus Holz, Beton und Kunststoffen sowie raumfüllende Wandreliefs, die anders als 3D-Graffiti den öffentlichen Raum endgültig für sich eroberten.

Eine Eroberung, die nun mit GUDBERG zu Papier gebracht wurde...

Informationen zum Magazin:

Titel: "Ist das von diese Kunstwerke oder normal?"

Künstler: Heiko Zahlmann

Herausgeber: Verlag GUDBERG

ISBN: 9783940558480

Stückzahl: 100 (limitiert, nummeriert, signiert)

Format: A4

Druck: 300 Gramm-Papier, Offsetdruck und Laser-Papier-Gravur

Bindung: Handgenäht

Umfang: 24 Seiten

Preis: 66,00 Euro (erhältlich über www.gudberg.de)

Veröffentlichung: 26.03.2010

Informationen zur Ausstellung:

Heiko Zahlmann – „Von der Wand in den Raum in den Himmel“

Ausstellungsdaten: 27. März bis 22. Mai 2010

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr, Samstag von 11 bis 16 Uhr

Kontakt:

Galerie Borchardt

Hopfensack 19 | 20457 Hamburg | fon: 040 388 988 | web: www.galerie-borchardt.de