Gesellschaft Freunde der Künste

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"eine der besten Sammlungen amerikanischer Kunst"

„Amerikanische Malerei 1950-1970. Werke der Sammlung Folkwang im Josef Albers Museum, Bottrop" bis 15. November 2009 verlängert

Die Ausstellung Amerikanische Malerei 1950-1970. Werke der Sammlung Folkwang im Josef AlbersMuseum, Bottrop wird bis Sonntag, 15. November 2009, verlängert. Die Präsentation von rund 14 Gemälden und Skulpturen des Museum Folkwang in Bottrop war zunächst nur bis Oktober geplant.

Nach Ende der Ausstellung kehren alle Werke in das Museum Folkwang zurück und werden mit Eröffnung des Neubaus im Kulturhauptstadtjahr 2010 wieder zu sehen sein. Der Museumsneubau, entworfen von David Chipperfield Architects, London/Berlin, wird von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als alleiniger Förderin ermöglicht.

Die Werke des Museum Folkwang treten in der Bottroper Ausstellung in direkten Dialog mit den Werken von Josef Albers, der in Bottrop geboren wurde, am Bauhaus unterrichtete und seit 1933 als Künstler und Lehrer in den USA prägenden Einfluss auf die Entwicklung der amerikanischen Nachkriegskunst vom Abstrakten Expressionismus bis zur Minimal Art ausübte.

 Beide Museen unterstreichen mit dieser Präsentation beispielhaft die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den Kunstmuseen des Ruhrgebiets.

Das Museum Folkwang Essen besitzt eine der besten Sammlungen amerikanischer Kunst der Zeit zwischen 1950 und 1970 in Deutschland. Diese Werkgruppe, die unter Paul Vogt erworben wurde, umfasst bedeutende Gemälde und Skulpturen des Abstrakten Expressionismus und der Minimal Art von Mark Rothko, Barnett Newman, Franz Kline, Jackson Pollock, Morris Louis, Ad Reinhardt, Sam Francis, Kenneth Noland, Donald Judd, Dan Flavin und Frank Stella.

 Sie markiert in der Essener Sammlung diese entscheidende Zäsur in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts. Sie sind in der Ausstellung gemeinsam mit Gemälden von Josef Albers zu sehen, dessen künstlerische Entwicklung im Bottroper Museum von seinen Anfängen am Bauhaus bis zu den "Homages to the Square" vorgestellt wird.

Raumaufnahmen Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
© Josef Albers Museum, 2009

EINE KOOPERATION DES
JOSEF ALBERS MUSEUM, BOTTROP
mit dem
MUSEUM FOLKWANG, ESSEN

Besucherinformation:
Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Im Stadtgarten 20
46236 Bottrop
Zentrale 02041/29716
Weitere Informationen: http://www.bottrop.de/mq/index.php, www.museum-folkwang.de

Museum Folkwang
Friedrichstraße 12
45128 Essen

Tel +49 (0) 201-88 45 160
Fax +49 (0) 201-88 45 001

hendrik.vonboxberg@museum-folkwang.essen.de  

www.museum-folkwang.de
www.ruhr2010.de

Weitere Infos:

Das Museum Fokwang erhält bis 2010 nach Plänen von David Chipperfield Architects einen Neubau, den die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als alleinige Förderin finanziert. Während der Bauzeit zeigt das Museum Folkwang in den Räumen des Altbaus nicht die eigene Sammlung sondern ein dichtes Programm von Wechselausstellungen (ab Januar 2008). So ergibt sich die einzigartige Gelegenheit, 14 Hauptwerke der amerikanischen Kunst aus Essen für etwa zwei Jahre im Josef Albers Museum zu zeigen.

 Sie sind hier gemeinsam mit Gemälden von Josef Albers zu sehen, dessen künstlerische Entwicklung im Bottroper Museum von seinen Anfängen am Bauhaus bis zu den "Homages to the Square" vorgestellt wird. Die direkte Konfrontation von Albers mit seinen amerikanischen Zeitgenossen in dieser Ausstellung ist für beide Seiten erhellend.  

Albers, der Deutschland 1933 verließ, unterrichtete in den USA am Black Mountain College und an der Yale University und wurde zu einem Lehrer von eminenter Wirkung. In den vierziger Jahren entwickelte er zunehmend auch eine eigenständige künstlerische Position, die sich in wichtigen Aspekten mit den Interessen der Maler des Abstrakten Expressionismus berührt.

 Dazu zählt insbesondere die Betonung der Farbe in ihrer Eigensprachlichkeit: Das Agieren der Farbe tritt an die Stelle eines traditionellen Kompositionsverständnisses, das geometrische Elemente in ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zueinander setzt. Nun kommt die Bildfläche als Totalität in den Blick, strukturiert durch wenige überschaubare Elemente.

Albers war dann auch, gemeinsam mit Piet Mondrian, derjenige europäische Maler, der am Beginn der 1960er Jahre für eine neue Generation amerikanischer Künstler, die unter dem Begriff ‚Minimal Art’ zusammengefasst wurden, Möglichkeiten entwickelt hatte, die über bestimmte Prämissen des Abstrakten Expressionismus hinausführten.

 In die ‚anonyme’ Komposition ist eine Eigenbewegung eingeschrieben. Die Vorstellung eines privilegierten Künstlerautors, der sich im Werk in seiner besonderen Individualität entäußert, verliert ihre Geltung.

Auch die Idee einer Ökonomie künstlerischen Handelns ist ein Aspekt von Albers’ Wirkung auf die Minimal Art, deren Interesse an industriellen Materialien und Prozessen charakteristisch ist. Albers’ ‚Homages to the Square’ sind die tendenziell unendliche Variation eines Themas, das aber durch das Spiel der Farbe immer neue Perspektiven offenbart.

 Die Farbe folgt ihrer eigenen Grammatik. So gewinnt bei Albers auch der konkrete Auftrag der Farbe mit einem Spachtel seinen Reiz aus der Spannung zwischen Anonymität und verhaltener Handschriftlichkeit. Die Werke von Stella, Judd und Flavin in der Ausstellung stehen unmittelbar für diese Berührung zwischen Albers und den jungen amerikanischen Künstlern der sechziger Jahre.  

Information:

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

Im Stadtgarten 20

46236 Bottrop

Zentrale 02041/29716

EXTERNE AUSSTELLUNGEN 

 verlängert bis 1.11.2009 Villa Hügel zeigt Folkwang 2.7. bis 18.9.2009 Irina Korina. Installationen RWE Turm, Essen 28.8. bis 27.9.2009 100 Beste Plakat 08. Deutschland Österreich Schweiz  Eine Ausstellung des Deutschen Plakat Museum im red dot design museum, Essen  bis 15.11.2009 Amerikanische Malerei 1950 bis 1970.  Werke aus der Sammlung Folkwang im Josef Albers Museum, Bottrop

DAS NEUE MUSEUM FOLKWANGDer Neubau des Museum Folkwang wird finanziert

Der Neubau des Museum Folkwang wird Ende Januar 2010 eröffnet.

durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung  
als alleiniger Förderin.  
Konzipiert von David Chipperfield Architects.  
Realisiert von der Neubau Museum Folkwang Essen GmbH.
Ein Unternehmen der Wolff Gruppe.

EXTERNE AUSSTELLUNGEN 
 
verlängert bis 1.11.2009 Villa Hügel zeigt Folkwang 
2.7. bis 18.9.2009 Irina Korina. Installationen RWE Turm, Essen 
28.8. bis 27.9.2009 100 Beste Plakat 08. Deutschland Österreich Schweiz  
Eine Ausstellung des Deutschen Plakat Museum im red dot design museum, Essen  
bis 15.11.2009 Amerikanische Malerei 1950 bis 1970.  
Werke aus der Sammlung Folkwang im Josef Albers Museum, Bottrop